EventsVeranstaltungen
Loader

Find Us

FlipboardLinkedinInstagramTelegram
Apple storeGoogle Play store
WERBUNG

Geht die Slowakei den Weg Ungarns?

Geht die Slowakei den Weg Ungarns?
Copyright Euronews
Copyright Euronews
Von Stefan Grobe
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

der Urnengang am Samstag könnte eine dramatische Weichenstellung für die Demokratie in der Slowakei bedeuten: Mafia-Staat oder normales EU-Mitglied?

WERBUNG

Letzte Vorbereitungen für die letzte Schlacht im slowakischen Wahlkampf.

Die Spitzen der Parteien vor einer Live-Fernsehdebatte.

Für den amtierenden Ministerpräsidenten die Erkenntnis, dass die alten Parteilinien nicht länger existieren.

Es sei nicht länger ein Kampf zwischen Ideologien oder Programmen, sagt Peter Pellegrini.

Dass etwa Sozialdemokraten mit dem rechten Flügel kämpften oder so ähnlich.

Die Zukunft der slowakischen Politik könnten Parteien mit Kandidaten sein, die über keinerlei Erfahrungen verfügten.

Das könne eine Gefahr für die Stabilität des Landes und für die Europäische Union sein.

Das ist einer von Pellegrinis Herausforderern auf der äußersten Rechten, in Umfragen auf dem dritten Platz.

Sie wollen eine Rückkehr zu christlichen Werten, Härte gegenüber Flüchtlingen und ein Ende der von ihnen so gesehenen Sonderbehandlung für die Minderheit der Roma.

Doch das alles beherrschende Wahlkampfthema ist die Korruption, praktisch ein Staat im Staate, wie es die Enthüllungen nach dem Mord am Journalisten Jan Kuciak vor zwei Jahren an den Tag gebracht haben.

Die Tat schockierte das Land, und viele Wähler laufen in Scharen zu den Populisten über.

Die Mafia habe Kuciak ermordet, so der Oppositionsabgeordnete Eduard Heger.

Der Grad der Korruption in der Slowakei sei enorm hoch, die Menschen glaubten, nirdgendwo sonst in der EU sei es so schlimm.

Die Menschen wollten aber in einem normalen mitteleuropäischen Land leben.

Die Wahl am Samstag ist ein Scheidepunkt, meint die Zeitungsredakteurin Beata Bologova.

Das Land sei definitiv am Scheideweg. Die Entscheidung sei, wolle man einen Mafia-Staat oder eine Standard-Demokratie, wo die Prinzipien der Rechtstaatlichkeit gelten.

Andernfalls gehe man den Weg Ungarns.

Doch ganz gleich, wie die Wahl ausgeht, die slowakische Politik hat sich bereits auf Jahre hinaus verändert.

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Zwei Minister treten zurück - Regierungskrise in der Slowakei

Gefangen im Super-Stau

Parlamentswahl in Slowakei: Rechtsextreme auf dem Vormarsch