Migranten verlassen türkisch-griechisches Grenzgebiet

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Von Euronews mit Anadolu, dpa
Migranten verlassen türkisch-griechisches Grenzgebiet
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Die Lage an der türkisch-griechischen Grenze bei Pazarkule hat sich offenbar weiter beruhigt. Laut der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu haben die dort noch ausharrenden Flüchtlinge und Migranten darum gebeten, aus der Gegend weggebracht zu werden.

Die Menschen seien zunächst mit Bussen in Gästehäuser transferiert worden, um sich dort in zweiwöchige Quarantäne zu begeben.

Dazu sagte der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis am Rande einer Videokonferenz des Kabinetts: "Ein Kapitel mag geschlossen worden sein, aber zweifeln Sie nicht daran, dass dieser Kampf weitergeht. Es ist uns gelungen, einen sehr wichtigen Meilenstein im Namen unseres Landes und Europas zu erreichen, nämlich die Möglichkeit und die Wirksamkeit der Bewachung unserer See- und Landesgrenzen.

Die Tatsache, dass wir in den nächsten Tagen, Wochen oder Monaten keinem solchen Druck ausgesetzt sein werden, bedeutet jedoch nicht, dass wir keine Mechanismen einrichten müssen, die sicherstellen, dass unsere Grenze absolut geschützt ist und bleiben wird, damit niemand Europa und Griechenland wieder erpressen kann, wie es einige im vergangenen Monat versucht haben."

Türkische Zahlen sprechen eine andere Sprache

Griechischen Medien zufolge haben seit Donnerstag rund 1000 Schutzsuchende das Grenzgebiet verlassen. Die meisten seien in Richtung Istanbul gebracht worden.

Die türkische Regierung hat diese Berichte nicht bestätigt. Nach Angaben des Innenministeriums in Ankara halten sich immer noch 4.600 Schutzsuchende in der Nähe des Grenzübergangs Pazarkule auf.

Ferner hieß es, in der Region hätten bereits über 150.000 Flüchtlinge und Migranten die Grenze zu Griechenland überquert.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte vor einem Monat überraschend erklärt, die Grenze zur EU sei für Migranten offen.

Daraufhin reisten tausende Schutzsuchende in das Grenzgebiet. Griechische Sicherheitskräfte verwehrten ihnen jedoch den Grenzübertritt und gingen dabei auch mit Tränengas und Gummigeschossen gegen die Menschen vor.