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47 minderjährige Flüchtlinge in Hannover gelandet: "Neue Familien finden"

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Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hat auf dem Athener Flughafen knapp vier Dutzend minderjährige Flüchtlinge vor ihrem Abflug nach Deutschland verabschiedet.

Die Kinder und Jugendlichen waren in überfüllten Erstaufnahmeeinrichtungen auf den Inseln Lesbos, Samos und Chios untergebracht. Sie stammen aus Afghanistan, Syrien und Eritrea. Am Mittwoch waren bereits 12 Jugendliche nach Luxemburg ausgeflogen worden.

"Neue Familien finden"

Kyriakos Mitsotakis sagte auf dem Athener Flughafen: "Seit vielen Monaten kämpft die griechische Regierung darum, andere europäische Länder für die Unterstützung unseres Landes zu sensibilisieren, damit mehr unbegleitete Flüchtlingskinder - kleine Kinder, die dem Krieg und der Verfolgung entkommen sind - neue Familien finden und einen Neuanfang in ihrem Leben machen können."

Die Kinder und Jugendlichen wurden nach ihrer Ankunft in Hannover zunächst mit Bussen in den Landkreis Osnabrück gefahren, wo sie zwei Wochen in Quarantäne müssen. Anschließend werden sie auf mehrere deutsche Bundesländer verteilt.

Erst der Anfang

Insgesamt will Deutschland im Rahmen der EU-Initiative mindestens 350 minderjährige Flüchtlinge aus den griechischen Camps aufnehmen. EU-weit sollen insgesamt über 1.500 Kinder und Jugendliche eine neue Heimat finden.

Mehr als 90 Prozent der Minderjährigen sind Jungen. Auf den griechischen Ägäis-Inseln harren Zehntausende Schutzsuchende unter oft menschenunwürdigen Bedingungen aus. Über ein Drittel von ihnen sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks Minderjährige.