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Covid-19 in Südamerika: Dramatische Lage in Brasilien und Ecuador

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Gräber in Ecuador
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In Brasilien verschärft sich die Corona-Pandemie. Das Land könnte zu einem der schlimmsten von der Krise betroffenen Gebiete werden. In mehreren großen Städten sind die Krankenhäuser laut lokalen Gesundheitsbehörden überlastet und stehen kurz vor dem Kollaps.

In der Millionenstadt Manaus im abgeschiedenen Amazonasgebiet ist die Todesrate am höchsten. Der Höhepunkt der Pandemie wird Anfang Mai erwartet, doch bereits jetzt sind 90 Prozent der Intensivbetten belegt.

Ecuador: Leichen stapeln sich in Krankenhaustoiletten

In Ecuador starben bisher laut offiziellen Angaben knapp 600 Menschen an dem neuartigen Coronavirus, die tatsächliche Zahl dürfte deutlich höher liegen, das Gesundheitssystem ist überlastet. Die Millionstadt Guayaquil ist besonders schlimm betroffen. Tote blieben dort tagelang in Wohnungen liegen. Die Leichenhallen der Krankenhäuser waren überfüllt. Angestellte eines Krankenhauses in der Stadt berichten, dass die Leichen in Toiletten gestapelt werden.

Zudem schlugen indigene Völker in Ecuador und anderen südamerikanischen Ländern Alarm. Der Dachverband der indigenen Organisationen des Amazonasbeckens warnte angesichts der mangelnden medizinischen Infrastruktur und mangelnder Hilfe der Regierungen vor einem Massensterben.

Kuba schickte unterdessen über 200 Ärzte, Pfleger und Epidemiologen nach Südafrika. Über 1000 Mediziner aus dem sozialistischen Inselstaat sind mittlerweile in 23 Ländern im Corona-Hilfseinsatz. In dem Land selbst gibt es laut offiziellen Angaben über 1200 Infizierte und über 40 Covid-19-Tote.