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Es geht ans Eingemachte: Historische Rezession in Europa

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Es geht ans Eingemachte: Historische Rezession in Europa
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Es geht ans Eingemachte. Die EU-Kommission sagt für das laufende Jahr einen Rückgang der Wirtschaftsleistung von 7,4 Prozent voraus.

Eine Rezession von historischen Ausmaßen.

Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni warnte sogar vor einer Bedrohung für den Euro und den Gemeinsamen Markt.

Europa sei nicht nur in einer Rezession, sondern diese Rezession schaffe auch unterschiedliche Bedingungen mit unterschiedlichen Konsequenzen in den Mitgliedstaaten.

Und diese Ungleichheit sei die eigentliche Gefahr.

Griechenland, Italien, Spanien und Kroatien müssen mit einem Minus von fast zehn Prozent rechnen.

Ihre Abhängigkeit vom Tourismus wirkt dabei tötlich.

Deutschland, die größte Volkswirtschaft, droht eine Schrumpfung von mehr als sechs Prozent.

Insgesamt dürfte die Wirtschaft in der Eurozone um 7,7 Prozent einbrechen.

Wenn alles gut geht, könnte die EU im nächsten Jahr wieder zurückkommen - mit einem Zuwachs von mehr als sechs Prozent.

Und die Tourismusländer im Süden Europas wie Griechenland und Spanien haben sogar noch bessere Aussichten.

Doch Volkswirte warnen vor allzu viel Optimismus angesichts der unterschiedlichen Lockerungen der Zwangsmaßnahmen.

Es sei wahrscheinlich, dass es mit der Rückkehr nur Normalität neue Infektionsfälle gebe und dann wieder Zwangsmaßnahmen angeordnet würden, so Megan Greene von der Harvard Kennedy School.

Wenn dann die Zahlen wieder zurückgingen, gebe es das gleiche Schema erneut.

Die wirtschaftliche Erholung werde sich also in einer Zickzack-Bewegung einstellen.

Die EU verabschiedete bereits ein wirtschaftliches Rettungspaket über 540 Milliarden Euro.

Dieses Volumen könnte sich allerdings noch verdreifachen.