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Easyjet streicht Jobs: "Schlag ins Gesicht"

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Easyjet streicht Jobs: "Schlag ins Gesicht"
Copyright  Salvatore Di Nolfi/AP
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Der britische Billigflieger Easyjet will wegen der Coronakrise bis zu 30 Prozent seiner Arbeitsplätze streichen. Auch die Flugzeugflotte soll zunächst schrumpfen statt zu wachsen.

"Das ist die schlimmste Krise, mit der diese Branche je konfrontiert wurde", so Easyjet-Chef Johan Lundgren. "Wir müssen sehr schwere Entscheidungen treffen. Wir wollen soviele Arbeitsplätze wie möglich langfristig sichern."

Die britische Pilotengewerkschaft BALPA reagierte verärgert auf die Pläne des Easyjet-Managements. "Das ist ein Schlag ins Gesicht", schrieb Gewerkschaftschef Brian Strutton. "Easyjet hat diese Pläne nicht mit uns abgesprochen. Wir werden sehen, was das hier in Großbritannien anrichtet."

Easyjet begründete die Kürzungen mit dem Einbruch des Flugverkehrs infolge der Pandemie und der Erwartung, dass die Nachfrage nach Flugtickets nicht vor dem Jahr 2023 wieder auf das Niveau von 2019 klettert.

Auch andere Billigflieger kündigten an, Arbeitsplätze zu streichen. Ryanair will 15 Prozent streichen, und die ungarische Wizz Air 19 Prozent.

Coronakrise trifft auch Boeing und Airbus

Die Flugzeugbauer wie Boeing und Airbus sind ebenfalls stark von der Coronakrise in Mitleidenschaft gezogen worden.

David Koenig, der Luftfahrt-Reporter der Agentur Associated Press, sagt: "Seit es mit der Pandemie losging, mussten die Flugzeughersteller mitansehen, wie ihre Kunden Bestellungen verschoben oder annullierten. Sie haben nämlich jetzt schon zuviele Flugzeuge."

Easyjet hat sich mit Airbus geeinigt, weitere bestellte Maschinen später abzunehmen als geplant. Die Airline will Mitte Juni den Flugbetrieb wieder aufnehmen.