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Transparente Masken in Belgien ein Renner

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Transparente Masken in Belgien ein Renner
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Dies ist die Geschichte der Umwandlung eines Unternehmens während der Pandemie - aus Solidarität.

Die belgische Firma Brochage Renaitre bindet seit fast 50 Jahren Kataloge.

Heute aber produzieren 15 behinderte Mitarbeiter Masken für Stumme und Gehörlose.

Ein durchsichtiges Material erlaubt es, weiter Lippen zu lesen.

Anfang Mai wurde die Produktion umgestellt, die lokalen Behörden bestellten sofort rund 10.000 Masken.

Binnen zwei Tagen habe man Nähmaschinen angeschafft und das entsprechende Material, sagt die Direktorin Sabine Charlier.

Anschließend sei es an die Umschulung der Mitarbeiter gegangen. Am Ende hätten sich 15 Freiwillige dieser neuen Aufgabe gewidmet.

Diese etwas anderen Masken erlaubt es denjenigen, die sie brauchen, gefahrlos zu kommunizieren.

Vorher, also mit den alten Masken, habe sie einen großen Abstand halten müssen, um sich zu verständigen, sagt die taubstumme Angestellte Donia Dubois. Mit den transparanten Masken könne sie weiterhin Lippen lesen, was für sie veil leichter sei.

Mehr als die Hälfte der rund 160 Beschäftigten der Firma haben eine Behinderung.

Die neuen Masken waren also eine Notwendigkeit.

Für die Firma, die während der Krise auf ein Zehntel ihrer Aktivität zurückgeworfen wurde, war die neue Produktion eine Rettungsleine.

Dem Betrieb sei klar geworden, dass es eine große Nachfrage nach den Masken gebe, bei Sprachlehrern, Grundschullehrern, Krankenhäusern und Altenheimen - überall dort, wo der Gesichtsausdruck Teil der Kommunikation sei, so die Direktorin

300 Masken werden pro Tag hergestellt - dank Menschen, die vorher nie genäht haben.