Bundeskanzler Friedrich Merz schlägt vor, Renten künftig an der Zahl der Arbeitsjahre auszurichten statt an einem festen Renteneintrittsalter. Nach seinen Angaben zeigt sich auch die SPD offen für ein solches Modell.
Bundeskanzler Friedrich Merz möchte künftig die Rentenhöhe an die Zahl der geleisteten Arbeitsjahre knüpfen. Dafür sprach er sich auf einer Wahlkampfveranstaltung der CDU Baden-Württemberg in Ravensberg aus.
Entscheidend solle weniger ein festes Renteneintrittsalter sein, sondern wann jemand ins Berufsleben gestartet sei und wie lange er gearbeitet habe.
Nach seinen Angaben sei auch die SPD offen für diesen Ansatz. Ursprünglich stammt das Konzept von Jens Südekum - dem persönlichen Wirtschaftsberater von Lars Klingbeil.
Merz verwies auch auf erste Schritte der Bundesregierung, das bisherige Rentensystem flexibler zu gestalten. Mit der sogenannten Aktivrente können Menschen nach Erreichen des Renteneintrittsalters freiwillig weiterarbeiten und dabei bis zu 2.000 Euro steuerfrei hinzuverdienen.
Der Kanzler drängte außerdem auf umfassende Sozialreformen noch in diesem Jahr. Er verwies darauf, dass dann etwa die Hälfte der Legislaturperiode erreicht sei. Erfahrungsgemäß würden größere Reformprojekte in der zweiten Hälfte einer Wahlperiode schwieriger umzusetzen.
Merz äußerte sich beim Wahlkampfabschluss der CDU in Baden-Württemberg. Dort wird am kommenden Sonntag ein neuer Landtag gewählt.