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EU-Kommission: Kindesmisshandlungen haben während Pandemie zugenommen

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EU-Kommission: Kindesmisshandlungen haben während Pandemie zugenommen
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Eine Polizei-Razzia im Westen Deutschlands am vergangenen Wochenende.

Die Ermittler waren auf der Jagd nach einem Ring von Kinderschändern.

Elf Menschen wurden festgenommen.

Das Problem scheint Europa-weit zugenommen zu haben, vor allem während der Quarantäne-Regelungen der letzten Monate.

Es gebe Hinweise auf eine verstärkte Aktivität von Kindesmißhandlung, sagt EU-Innenkommissarin Ylva Johansson.

In den USA seien im April etwa vier Mal so viele Vergehen gemeldet worden wie im Vorjahresmonat. Aus mehreren EU-Mitgliedstaaten kämen ähnliche Klagen.

Es sei beunruhigend, dass dies während der Pandemie explodiert sei.

Die EU-Kommission will nun eine engere Zusammenarbeit nicht nur innerhalb der EU, sondern auch mit den USA.

Die sei ein globales Problem, entsprechend sei darauf zu reagieren, so Johansson.

Jedes Mal, wenn Europol mit nationalen Polizeibehörden in- und außerhalb der EU zusammenarbeite, sei dies von Erfolg gekrönt.

Es gelinge, die Täter aufzuspüren und Kinder zu retten.

Kinder hätten Rechte, und Behörden hätten die Pflicht, diese zu schützen.

Im Kampf gegen die Kindesmißhandlung werde sie neue Maßnahmen und eine neue Strategie vorschlagen, kündigte Johansson an.

Und der Datenschutz dabei?

Das sei abzuwägen. Sie sei aber überzeugt, dass hier ein Gleichgewicht zwischen dem Schutz der Privatsphäre und dem Schutz von Kindern gefunden werden könne.

So gebe es bereits die Pflicht, Copyright-Verstöße zu melden.

Wenn man das Urheberrecht schützen könne, dann könne man auch Kinder schützen, so Johansson.