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Vorerst keine Fusion zwischen Fiat Chrysler und PSA

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Vorerst keine Fusion zwischen Fiat Chrysler und PSA
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Die EU-Kommission will die geplante Fusion des Autobauers Fiat Chrysler mit der Opel-Mutter PSA überprüfen.

Man befürchtet, dass der Zusammenschluss der beiden Fahrzeughersteller den Wettbewerb auf dem Lieferwagen-Markt einschränken könnte. Somit ist es möglich, dass sich der Fall bis zum 22. Oktober hinzieht.

PSA und Fiat Chrysler hatten ihre Fusion im Dezember beschlossen. Bei einem Zusammenschluss würde der viertgrößte Autohersteller der Welt entstehen. Die EU-Kommission betonte jedoch, dass der neue Konzern dann auch im Segment Lieferwagen bis 3,5 Tonnen in vielen Ländern hohe Marktanteile hätte. Dort gebe es, anders als auf dem Automarkt, weniger Anbieter und hohe Zugangshürden für Wettbewerber.

Bisher konkurrierten beide Anbieter bei den Vans Kopf an Kopf in vielen Märkten und richteten ihre Preise entsprechend aus. Dies könnte bei einer Fusion wegfallen, argumentierte die Kommission. Konkret könnte der Wettbewerb in 14 EU-Staaten und Großbritannien eingeschränkt werden.

Die Unternehmen hätten ihren Zusammenschluss am 8. Mai angemeldet. Die Kommission betonte, während der vorläufigen Prüfung hätten die Unternehmen keine Verpflichtungen eingehen wollen, um die Bedenken auszuräumen. Die Kommission habe nun weitere 90 Arbeitstage Zeit zur vertieften Prüfung. Dass diese eingeleitet wurde, lasse aber noch eine Rückschlüsse auf den Ausgang zu.

Fiat Chrysler und PSA hatten vor der Corona-Krise zusammen rund 8,7 Millionen Fahrzeuge pro Jahr produziert und einen Umsatz von 170 Milliarden Euro generiert.