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Fusionsgespräche zwischen Fiat-Chrysler und der PSA Group

Fusionsgespräche zwischen Fiat-Chrysler und der PSA Group
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Der italienisch-amerikanische Automobilhersteller Fiat Chrysler - kurz FCA - hat Gespräche mit dem französischem Opel-Mutterkonzern PSA über eine mögliche Fusion bestätigt.

Sollte die Fusion gelingen, wäre der Hersteller nach Börsenwert die Nummer vier in seiner Branche mit einem Wert von 50 Milliarden Dollar. Angeblich sollen Peugeot-Chef Carlos Tavares soll den Konzern als Vorstandsvorsitzender führen, der FCA-Verwaltungsratsvorsitzende John Elkann - Enkel des langjährigen Fiat-Bosses Giovanni Agnelli - würde auch bei dem neuen Unternehmen die Aufsicht führen. Tavares gilt als harter Sanierer, italienische Gewerkschaften sehen Arbeitsplätze gefährdet.

Ale Hersteller stehen vor großen Herausforderungen durch die Elektrromobilität

Allerdings stehen alle Autohersteller weltweit unter Druck, sie müssen in autonome Autos und Elektromobilität investieren, also absehbar ihr Produktion komplett umstellen.

Arthur Brunner von der ICF Bank:

"Die Strategie ist die Kombination von Ressourcen. Beide konkurrieren auf vielen Märkten, so dass es natürlich einen Vorteil geben würde. Auch die Automobilindustrie befindet sich im Wandel, wie z.B. die Elektrifizierung, die einen enormen Entwicklungsaufwand verursacht. Analysten schätzen, dass sich die Synergieeffekte bis 2023 auf 7 Milliarden Euro belaufen könnten, es scheint also Sinn zu machen."

Frankreich macht Industriepolitik

Der italienisch-amerikanische Autobauer hat schon einmal mit dem französischen Autobauer Renault über eine Fusion verhandelt, die Gespräche scheiterten krachend. Frankreich verfolgt die Fusionsgespräche aufmerksam, Paris hält über die Staatsbank BPI einen Anteil von 12% an PSA.

Der italienische Industrieminister Stefano Patuanelli sagte, dass Rom - das keinen Anteil an der FCA hält, die Gespräche verfolgt, aber keine Stellung zu einer "Marktoperation" nehmen würde. Dies taten bereits die italienischen Gewerkschaften, die einen Stellenabbau in Italien fürchten. Den operativ soll der neue Verbund vom PSA Chef geleitet werden, und der ist als harter Sanierer bekannt.

Automobilhersteller - die aktuelle Rangliste nach Auslieferungen:

Rang 1: Volkswagen Der Autokonzern aus Wolfsburg war im vergangenen Jahr mal wieder weltgrößter Autohersteller der Welt. Sollte die Fusion zwischen FCA und Renault klappen, könnte der Titel allerdings verloren gehen. Denn Wenn man zu FCA-Renault noch den Allianzpartner Nissan hinzurechnet, liegt der neue Verbund bei 13,8 Millionen verkaufter Fahrzeuge - und damit deutlich vor dem VW-Konzern.

Auslieferungen 2018: 10,83 Millionen Pkw und Lkw, Umsatz 2018: 235,8 Milliarden Euro

Rang 2: Toyota Der japanische Autoriese liegt bei den weltweiten Auslieferungen Kopf an Kopf mit dem VW-Konzern - im vergangenen Jahr lagen die Wolfsburger jedoch etwas deutlicher als zuletzt üblich vorne.

Auslieferungen 2018: 10,6 Millionen Fahrzeuge, Umsatz 2018: 236 Milliarden Euro

Rang 3: General Motors Nach dem Verkauf des Europa-Geschäfts inklusive Opel an PSA hat sich der Abstand des US-Autokonzerns zu seinen Rivalen deutlich vergrößert.

Auslieferungen 2018: 8,4 Millionen Fahrzeuge, Umsatz 2018: 131,1 Milliarden Euro

Neuer Rang 3: FCA-Renault Wenn die Fusion klappt, wären Fiat Chrysler und Renault aus dem Stand der drittgrößte Autohersteller der Welt.

Auslieferungen 2018 (zusammen): 8,7 Millionen Fahrzeuge

Rang 4: Hyundai-Kia Der koreanische Autohersteller, lange Zeit Angstgegner von VW, ist hinter den Wolfsburgern deutlich abgeschlagen.

Auslieferungen 2018: 7,2 Millionen Fahrzeuge, Umsatz 2018: 105 Milliarden Euro

Rang 5: Ford Nach Auslieferungszahlen betrachtet war der US-Autohersteller zuletzt der weltweit fünftgrößte Autohersteller.

Auslieferungen 2018: 5,98 Millionen Fahrzeuge, Umsatz 2018: 143 Milliarden Euro

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