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Anti-Rassismus-Demos in Großbritannien und Frankreich

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Anti-Rassismus-Demos in Großbritannien und Frankreich
Copyright  Alberto Pezzali/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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Trotz Verbot haben die Anti-Rassismus-Demonstrationen in Großbritannien ein viertes Wochenende in Folge stattgefunden. Wegen der Coronakrise sind Menschenansammlungen nicht erlaubt. Dennoch gingen in der Hauptstadt London und in anderen größeren Städten wie Manchester, Edinburgh und Glasgow Tausende Menschen auf die Straße.

Vor dem Hintergrund landesweiter Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA protestieren auch in anderen Ländern der Welt die Menschen. Ein Zeichen des Protests: Das Hinknien mit einem Knie.

Der britische Außenminister Dominic Raab sagte, er sei ganz für die Anti-Rassismus-Bewegung, doch hinknien wolle er sich nicht. Sich hinzuknien, ob mit einem Knie oder mit beiden stehe in seiner Welt für Unterwerfung. Der britische Außenminister: "Ich verstehe, dass das nicht der Absicht der Menschen ist, die sich hinknien, sich zu unterwerfen, aber für mich hat es eben eine breitere, historische Bedeutung und ich will das nicht. Ich stehe Black Lives Matter tolerant gegenüber und ich denke, man kann auch mir gegenüber Toleranz zeigen. Jeder kann schließlich seine Unterstützung so zeigen wie er möchte."

Auch in Frankreich, wie hier in Lille im Norden des Landes, sind etwa 200 Menschen auf die Straße gegangen und haben gegen Rassismus und den französischen Kolonialismus demonstriert.

Sie forderten, die Statue eines Generals müsse verschwinden, der General sei ein Rassist gewesen.

Und auch über dem großen Teich in den USA gehen die Demonstrationen weiter, die durch den Tod von George Floyd ausgelöst worden waren.

Die Statue eines katholischen Missionars wurde gestürzt, auch er sei ein Rassist gewesen.