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Ocean Viking: Bürgermeisterin warnt vor Folgen für den Tourismus

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Die "Ocean Viking" im Hafen von Porto Empedocle
Die "Ocean Viking" im Hafen von Porto Empedocle   -   Copyright  Fabio Peonia/LaPresse Fabio Peonia Photographer
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Nach dem Eintreffen des privaten Rettungsschiffes "Ocean Viking" mit 180 Migranten im süditalienischen Porto Empedocle, fürchtet die Bürgermeisterin um das Image der Stadt. Sie warnte vor den Folgen für den lokalen Tourismus. Gerade in Corona-Zeiten sei die Ankunft der Migranten heikel.

Die Fähre von Lampedusa landet nur einen Steinwurf von hier an. Es hagelt Stornierungen, die Hotelzimmer sind leer - kurz gesagt, eine ziemlich ernste Situation. Nicht einmal die Bürger der Stadt, die zurzeit in anderen Regionen Italiens sind, wollen zurückkommen.
Ida Carmina
Bürgermeisterin Porto Empedocle

EU-Konferenz: Kein Weiterkommen bei Asylreform

Unterdessen kommen die EU-Staaten bei der Suche nach einer gemeinsamen europäischen Lösung für die Seenotrettung nicht voran. Eine Videokonferenz aller EU-Innenminister brachte erneut keine Einigung über die geplante Asylreform.

Der deutsche Innenminster Horst Seehofer gab sich zuversichtlich, dass unter der deutschen EU-Ratspräsidentschaft noch bis Ende des Jahres einiges erreicht werden könnte. Deutschland wolle sich, bei übermäßiger Belastung Italiens und Maltas, weiter an der Aufnahme von Bootsmigranten beteiligen. Man habe ein dickes Brett zu bohren.

Noch bis Ende des Jahres leitet Seehofer die Treffen mit seinen Amtskollegen und will alles daran setzen, die Reform voranzubringen. Seine Staatssekretäre sollten das Alltagsgeschäft verstärkt selbst in die Hand nehmen, damit er sich diesem Thema voll zuwenden könne, sagte der CSU-Politiker.