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OPEC+: Covid nagt an Öleinnahmen

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OPEC+: Covid nagt an Öleinnahmen
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Die Ölpreise sind gesunken. Am Montag Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der NordseesorteBrent 42,91 US-Dollar, 33 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 32 Cent auf 40,23 Dollar.

NEUE TURBULENZEN DURCH HÖHERE FÖRDERMENGEN?

Marktbeobachter erklärten den Preisrückgang mit Spekulationen über die künftige Förderpolitik der in der sogenannten "Opec+" zusammengefassten Ölstaaten - das sind die Mitgliedsländer der Opec und weitere Förderstaaten wie Russland. Am Markt kursierten unbestätigte Meldungen, wonach große russische Ölkonzerne im kommenden Monat wieder einen Anstieg der Ölproduktion vorbereiten.

IWF: ABSCHWUNG

Der Internationale Währungsfonds IWF sieht den schlimmsten Abschwung im Nahen Osten seit einem halben Jahrhundert kommen.

Jihad Azour, IWF-Direktor für den Nahen Osten und Zentralasien:

"Für die Öl exportierenden Länder erwarten wir, dass sie im Vergleich zum Vorjahr Öl-Einnahmen

in Höhe von rund 270 Milliarden US-Dollar verlieren. Dies ist ein großer Rückgang. Diese Krise wirkt sich sowohl auf die Staatshaushalte aus als auch auf die Außenbeiträge. Und wir erwarten, dass das Wachstum in den meisten Ländern in diesem Jahr negativ sein wird."

Der IWF erwartet in diesem Jahr einen Corona-Rückgang der Wirtschaft in den Öl exportierenden Ländern im Nahen Osten von 7,3 Prozent, verstärkt durch Turbulenzen auf dem Ölmarkt. Der Rückgang ist um 2 Prozentpunkte höher als in den Prognosen des IWF von Mitte April.

su mit dpa