Eilmeldung
This content is not available in your region

Ist der Corona-Deal der EU schon unter Dach und Fach?

euronews_icons_loading
Emmanuel Macron und Angela Merkel
Emmanuel Macron und Angela Merkel   -   Copyright  Stephanie Lecocq/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
Schriftgrösse Aa Aa

Der historisch genannte Deal der Europäischen Union zu Haushalt und Coronavirus-Hilfsfonds wird den europäischen Parlamentariern vorgelegt, die nun abstimmen müssen.

Die viertägigen Gespräche brachten zwar eine Einigung in Höhe von 750 Milliarden Euro zur wirtschaftlichen Unterstützung und einem Budget von über 1 Billion Euro, aber sie legten aber die tiefen Brüche zwischen den Mitgliedsstaaten offen.

Stephanie Lecocq/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
Ursula von der Leyen und Charles Michel nach dem DealStephanie Lecocq/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
Wir haben das Trennende gesehen, aber wir haben auch gesehen, dass Europa stärker ist als das. Insgesamt ist es ein Plan, der gut ist die stärker betroffenen Länder. Darum gibt es diesen Plan. Und er wird uns hefen, unsere Volkswirtschaften zu stärken.
Paolo Gentiloni
EU-Wirtschaftskommissar
Francisco Seco/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
Paolo GentiloniFrancisco Seco/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved

Um den sparsameren Ländern des Nordens entgegen zu kommen, wurden die Budgets für EU-Gesundheitsprogramme, Forschungs- und Invovationsfinanzierung und die Töpfe zur Unterstützung ärmerer Länder auf dem Weg in eine CO2 neutrale Wirtschaft gekürzt.

Der Präsident des Europäischen Parlaments, David Sassoli, warnt schon, dass sie es neue Forderungen geben könnte, diese Programme wieder aufzustocken.

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte werden die EU-Länder gemeinsam mit der EU-Kommission Schulden aufnehmen. Die Schwächeren werden dabei vom guten Rating der Stärkeren an den Finanzmärkten profitieren – zu solchen Konditionen könnten sich Italien oder Spanien nicht selbst finanzieren.

Vor wenigen Wochen wäre so etwas unvorstellbar gewsen. Jetzt haben wir ein Paket, in dem die EU gemeinsam auf den Finanzmärkten eine sehr hohe Summe leiht und dieses Geld für die grenzüberschreitende Unterstützung verwendet. Und die Staats- und Regierungschefs haben sich recht schnell darauf geeinigt. Vor vier Monaten hat die Pandemie gerade erst begonnen, und heute haben wir ein solches, bisher unvorstellbares Abkommen.
Marta Pilati
Analystin, European Policy Centre

Am Donnerstag tritt das Europäische Parlament zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen – es bleibt abzuwarten, ob die Parlamentarier in Straßburg das Ergebnis genauso werten.