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Emma Bonino zum EU-Deal: "Ein Fortschritt für Europa"

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Emma Bonino (AP 2018)
Emma Bonino (AP 2018)   -   Copyright  Domenico Stinellis/AP
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Erbittert gerungen wurde bis zuletzt beim EU-Sondergipfel zum Haushalt für die nächsten sieben Jahre. Herausgekommen sei ein guter Deal, sagt eine, die Brüssel aus nächster Nähe kennt, die italienische Senatorin und ehemalige EU-Kommissarin Emma Bonino.

Sie spricht von einem wahren Fortschritt für Europa dank der neuen "finanziellen Solidarität".

Emma Bonino: "Ein Land wie Italien wäre ohne Hilfen bereits bankrott. Wir navigieren mit über 2500 Milliarden Euro Staatsschulden, allein im vergangenen Monat haben wir 40 Milliarden Staatsschulden angehäuft. Mir scheint, dass ein größerer Anteil an die am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern gegangen ist, auch wenn gerade sie mit europäischen Mitteln nicht immer effizient umgehen. Aus finanzieller Sicht ist dies ein großer Schritt nach vorn".

Nach der deutsch-französischen Dominanz befragt, findet Emma Bonino vor allem lobende Worte für die italienische Regierung.

"Europa ist französisch, deutsch und italienisch!"

Emma Bonino: "Europa ist französisch, deutsch und italienisch! Ich bin zwar in der Opposition, muss aber in aller Ehrlichkeit sagen, dass das europäische Team unter der Leitung von Conte, das sich seit Monaten mit diesem Dossier befasst, gute Arbeit geleistet hat. Es zeigt einmal mehr, dass Schläge auf den Tisch wenig nützen, wir müssen stattdessen stets auf unsere Glaubwürdigkeit achten".

Einen Kritikpunkt hat Emma Bonino dennoch.

Emma Bonino: "Mir missfällt die deutliche Abschwächung rechtsstaatlicher Prinzipien und deren Einhaltung, die von Polen und Ungarn gefordert wurde."