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Covid-19: Schwangere sind neue Risikogruppe

In Lausanne
In Lausanne   -   Copyright  Laurent Gillieron/AP
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Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) der Schweiz zählt jetzt auch Schwangere zur Risikogruppe. Das wurde auf der BAG-Pressekonferenz an diesem Mittwoch bekannt gegeben.

Bei dieser Einstufung handle es sich um eine Präventivmaßnahme. So sei das Risiko, schwer an Covid-19 zu erkranken 1,5 bis 5 mal so groß wie bei gleichaltrigen nichtschwangeren Frauen. Eine gewisse Gefahr bestehe auch für das ungeborene Kind, weil nämlich zum Teil die Geburt wegen Covid-19 vorzeitig eingeleitet werden müsse..

Zur Begründung sagte Patrick Mathys, Leiter der Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit des BAG: "Die Wahrscheinlichkeit eines schweren Krankheitsverlaufs ist im Vergleich zu anderen Frauen im gleichen Alter ist leicht erhöht. Es handelt sich um eine Vorsichtsmaßnahme, um die Sicherheit von Schwangeren zu erhöhen."

Auf die Frage, was Schwangere tun sollten, erklärte Viriginie Masserey, die für Infektionskontrolle und Impfprogramme zuständig ist: "Die Hygiene- und Distanzregeln einhalten, eine Maske tragen, wenn die Distanz nicht eingehalten werden kann. Bei der Arbeit ist es der Arbeitgeber, der dafür zu sorgen hat, dass der Abstand eingehalten und Risikokontakte vermieden werden. Wenn das nicht möglich ist, sollen sie im Home Office arbeiten."

Spanisches Festland ist für Schweizer Risikogebiet

Gleichzeitig setzten die Schweizer Behörden das gesamte spanische Festland auf die Liste der Risikogebiete - ausgenommen sind die Balearen (mit Mallorca) und die Kanaren. Reisende, die aus Spanien in die Schweiz zurückkommen, müssen ab Samstag 10 Tage in Quarantäne.

Wer - zum Beispiel auf dem Rückweg aus Portugal - nur durch Spanien durchgefahren und sich weniger als 24 Stunden dort aufgehalten hat, muss in der Schweiz nicht in Quarantäne.

Auf den kanarischen Inseln wurden in den letzten zwei Wochen 5,6 Fälle pro 100.000 Einwohner gemeldet. Auf den Balearen gibt es mit 43,6 Fällen zwar mehr Coronavirus-Ansteckungen, aber noch immer deutlich unter dem Schweizer Grenzwert.

Als neue Risikogebiete wurden Äquatorialguinea, die Bahamas, Sint Maarten, Singapur sowie Sao Tome and Principe eingestuft. Nicht mehr auf der Schweizer Risikoliste sind Russland, Aserbaidschan und die Vereinigten Arabischen Emirate.

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