Eilmeldung
This content is not available in your region

"Relativ normal": Filmfest TIFF mit Mundschutz und im Freien

euronews_icons_loading
Festival in Cluj
Festival in Cluj   -   Copyright  TIFF
Schriftgrösse Aa Aa

Selfie mit Maske auf dem roten Teppich: Das war der ganz besondere Charme der jüngsten Transsilvanischen Filmfestspiele, kurz TIFF.

Das Filmfestival im rumänischen Cluj-Napoca, zu Deutsch Klausenburg, war das erste in Osteuropa, das mit Publikum unter Corona-Regeln stattfand. Ein Test in Echtzeit sozusagen, unter freiem Himmel, mit Mundschutz und maximal 500 sozial distanzierten Zuschauern pro Vorstellung. Dennoch kamen während der 10 Festivatage rund 45 Tausend Menschen, halb so viel, wie im Vorjahr. Immerhin.

"Es war einfach, gleichzeitig unheimlich kompliziert und anstrengend, aber letztlich ermutigend, sagt der künstlerische Leiter Mihai Chirilov. "Was anfangs zu kompliziert erschien, löste sich während des Festivals von selbst, was absurd erschien, wirkte irgendwann relativ normal."

Eine Preisverleihung gab es auch: und eine glückliche Siegerin, die Australierin Shannon Murphy für ihren Debütfilm "Babyteeth". Sie erhielt sowohl den Preis der Jury, als auch den Publikumspreis.

Ausgezeichnet als bester rumänischer Film wurde die Doku "Acasa, My Home". "Legacy" holte den Preis für den besten rumänischen Debütfilm.

Insgesamt waren 157 Streifen zu sehen, darunter auch französische die Social-Media-Satire: "Effacer l'historique" von Benoît Delépine und Gustave Kervern, die im Februar einen Silbernen Bären in Berlin gewann.

Andere Festivals in der Region wie das von Motovun haben ihre Ausgaben für 2020 wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Sarajevo kündigte in der vergangenen Woche an, die diesjährige Ausgabe werde online stattfinden, wegen des Anstiegs der Covid-19-Fälle.