Flower-Power in Minsk: Tausende Demonstrantinnen lassen Blumen sprechen

Tausende Demonstrantinnen in Minsk bildeten Menschenketten
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Von Euronews mit dpa
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In der belarussischen Hauptstadt haben Tausende Frauen Menschenketten gebildet, um gegen die seit Tagen andauernde Polizeigewalt und für die Anliegen der Opposition zu demonstrieren.

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Tausende Frauen haben in der belarussischen Hauptstadt ihre Solidariät mit der Oppositionsbewegung bekundet. Lautstarke Unterstützung erhielten sie von Hupen vorbeifahrender Autos.

Fünf Tage nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl forderten viele der Demonstrantinnen Amtsinhaber Aleander Lukaschenko zum Rücktritt auf. Und sie stellten die Polizeigewalt der vergangenen Tage an den Pranger.

Eine der wenigen Demonstrantinnen, die ihren Namen preisgaben, war Inna Martinkevich: "Unsere Männer werden von der Polizei zu Tode geprügelt. Oder sie sitzen jetzt im Gefängnis. Wir fordern, dass dies alles ein Ende haben muss. Wir wollen, dass unsere Männer und Kinder wieder Nach Hause kommen."

Symbolische Kranzniederlegung

In dem Stadtteil von Minsk, in dem die Polizeieinsätze gegen Demonstranten mehrfach eskalierten, wurde ein provisorisches Mahnmal eingerichtet. An einer Kranzniederlegung beteiligte sich auch der deutsche Chef der EU-Delegation in Belarus, Dirk Schuebel.

Ein 25-Jähriger war in der Stadt Gomel unter ungeklärten Umständen nach seiner Einlieferung in ein Krankenhaus ums Leben gekommen.

Beobachtern zufolge sind mittlerweile rund 7.000 Pro-Demokratie-Aktivisten festgenommen worden. Hunderte Demonstranten und Demonstratinnen wurden durch den Einsatz von Hartgummigeschossen, Blendgranaten, Schlagstöcken und Tränengas verletzt.

Die EU-Außenminister beraten an diesem Freitag über mögliche Maßnahmen. Der deutsche Außenminister Heiko Maas kündigte bereits mehr Druck auf den Machtapparat in Minsk an.

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