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Deutschland, Niederlande und Belgien wollen Frauen-Fußball-WM 2027

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Zusammen mit den Niederlanden und Belgien will der Deutsche Fußball-Bund DFB 2027 wie schon 2011 die Frauen-Weltmeisterschaft ausrichten. Slogan: „Three nations, one goal“ – drei Nationen ein Ziel – oder „Tor“.

Die drei Verbände wollen ihre Pläne bis Ende des Jahres in einem offiziellen Dokument ausführen, bevor sie Verhandlungen mit nationalen Regierungen und potenziellen Austragungsstädten aufnehmen.

Eine Frist für die Ausschreibung wurde von der FIFA noch nicht festgelegt.

"Wir wollen, dass die Frauen-Weltmeisterschaft, das weltweit größte Frauen-Sportereignis, 2027 hier stattfindet", sagte Peter Bossaert, Geschäftsführer des belgischen Verbandes.

"In den letzten Jahren haben wir mit der Europameisterschaft in den Niederlanden im Jahr 2017 und der Weltmeisterschaft in Frankreich im Jahr 2019 gesehen, was eine solche Veranstaltung bringen kann - großartige Spiele, volle Stadien, eine große Anzahl von Fernsehzuschauern und Besuchern aus aller Welt."

MIT WEIBLICHER ANMUT

Der DFB feiert am 31. Oktober dieses Jahres einen Freistoß in die Richtung. Vor 50 Jahren hob der Verband sein Verbot des Frauenfußballs auf. Dass die Protagonistinnen den langen und harten Kampf um Anerkennung nicht vergessen haben, zeigt das Bewerbungsvideo: Da sitzen die ehemaligere Kickerin und Trainerin Silvia Neid (Deutschland) und ihre langjährigen Kontrahendinnen Femke Maes (Belgien) und Sarina Wiegman (Niederlande) vor einem altmodischen Kaffeeservice - kleine Reminiszenz an die DFB-Prämie für die deutschen Europameisterinnen 1989.

Die Zuschauer müssen in die Stadien kommen, die Mädels brauchen Vorbilder
Silvia Neid
Ex-Kickerin, Ex-Bundestrainerin

Neid wurde als Co-Trainerin und Bundestrainerin 2003 und 2007 Weltmeisterin und 2016 Olympiasiegerin. «Wir haben seit vier Jahren keinen Titel mehr gewonnen. Wir müssen aber Titel gewinnen. Die Zuschauer müssen in die Stadien kommen, die Mädels brauchen Vorbilder."

Deutschland richtet auch die Männer-Europameisterschaft 2024 aus.

su mit dpa