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Lage in Krankenhäusern in Belgien "von Tag zu Tag schlimmer"

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Lage in Krankenhäusern in Belgien "von Tag zu Tag schlimmer"
Copyright  Francisco Seco/AP
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Die Corona-Lage in Belgien ist ernst. Immer mehr Menschen infizieren sich mit dem Erreger - die Krankenhäuser in der Provinz Lüttich sind mittlerweile völlig überlastet.

Wie der belgische Verband der medizinischen Gewerkschaften mitteilte, könne man Patienten teilweise gar nicht mehr behandeln.

Das Problem ist, dass unsere Situation von Tag zu Tag schlimmer wird und wir an einem kritischen Punkt sind. Wir müssen täglich schauen, dass wir ausreichend Betten und Personal zu Verfügung stehen haben. Und das größte Problem ist im Moment das Personal. Denn 20 Prozent der Mitarbeiter fallen wegen Covid-19 aus. Es gibt einen Punkt, an dem es nur noch schlechte Lösungen gibt. Das ist der Punkt, an dem wir jetzt angelangt sind.
Dr. Alexander Ghuysen
Leiter der Notaufnahme Universitätsklinik Lüttich

Nach Angaben der EU-Seuchenbehörde ECDC ist Belgien das Land mit den meisten Corona-Neuinfektionen EU-weit innerhalb der vergangenen 14 Tage. Dieser Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner liegt bei 1.391. Patienten wurden mittlerweile schon über die deutsche Grenze nach Aachen verlegt.

Laut Aussage von Epidemiologen wird sich die Situation, auch wenn wir über den kritischen Punkt hinaus sind, monatelang nicht ändern.
Es ist also klar, dass wir neue Patienten erst nach Januar behandeln können. Für die Beschäftigten des Gesundheitswesens in Belgien wird das ein langer Winter werden.
Dr. Philippe Devos
Belgischer Verband der Ärztegewerkschaften

Um einen Zusammenbruch des Gesundheitssystems zu verhindern, könnten bald neue Maßnahmen in Kraft treten.

Am Freitag will sich die Regierung mit dem Corona-Komitee beraten. Für diejenigen, die mit der Krankheit kämpfen, könnten neue Entscheidungen möglicherweise zu spät kommen.