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Verhängnisvoller Nikolaus-Besuch im Altenheim: Schon 27 Corona-Tote

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Von Euronews mit dpa
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Einer der Bewohner des Altenheims in Mol. Direkte Kontakte sind untersagt
Einer der Bewohner des Altenheims in Mol. Direkte Kontakte sind untersagt   -   Copyright  Dirk Waem/AP
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Nach dem verhängnisvollen Nikolaus-Besuch in einem belgischen Altenheim hat sich die Zahl der Coronavirus bedingten Todesfälle auf mindestens 27 erhöht.

Eine weitere Person, die in der Einrichtung in Mol lebte, sei verstorben, gaben belgische Behörden bekannt. Anfang Dezember hatte ein offenbar coronainfizierter Nikolaus-Darsteller bei einer Feier das Virus verbreitet.

Der selbe Virusstamm sprang kurz darauf auf mindestens 88 Bewohnerinnenn und Bewohner sowie 42 Angestellte über.

"Personal hat keine Zeit"

Angehörige von Bewohnerinnen und Bewohnern des Heims gaben Reportern vor dem Gebäude Auskunft. Miriam Meels sagte nach dem Besuch bei ihrer Schwiegermutter: "Sie ist in ihrem Zimmer und sie darf nicht raus. Sie muss auch in ihrem Zimmer essen. Das Personal hat keine Zeit, sich um sie zu kümmern. Es gibt so viele Tote und Erkrankte, sie haben einfach keine Zeit."

George Miny ist der Neffe einer Bewohnerin: "Es wird immer schweriger mit der Einsamkeit. Sie muss auf ihrem Zimmer bleiben, weil sie mit dem Coronavirus infiziert ist. Obwohl sie keine Symptome zeigt."

Die Behörden prüfen nun, ob die Pflegeeinrichtung womöglich gegen Hygieneregeln verstoßen hat. Allerdings wird sich nach Einschätzung von Experten nie vollständig klären lassen, ob tatsächlich der Darsteller der entsprechende Super-Spreader gewesen ist. Deshalb werden rechtliche Konsequenzen im Zweifelsfall wohl ausbleiben.