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Verschärfung der Corona-Lage in Europa

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Von Julika Herzog  mit dpa
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Verschärfung der Corona-Lage in Europa
Copyright  JEAN-CHRISTOPHE BOTT/EPA

In ganz Europa steigt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten, bei den Todesfällen werden Höchstwerte erreicht und Intensivstationen sind teilweise schon am Limit.

Neuer Höchstwert bei der Zahl der Covid-19-Toten in Italien

Italien hat an diesem Mittwoch die Schwelle von einer Millionen registrierter Corona-Fälle überschritten und einen neuen Höchstwert bei der Zahl der Covid-19-Toten erreicht. Laut Gesundheitsministerium starben 623 Menschen binnen 24 Stunden, knapp 33 000 Corona-Neuinfektionen wurden registriert. Bereits am Dienstag war die Zahl der Toten mit 580 innerhalb eines Tages so hoch gewesen wie seit über einem halben Jahr nicht mehr.

Die Regierung in Rom will am Sonntag entscheiden, ob die bereits existierenden "roten" Zonen ausgeweitet werden oder ob es zu einem kompletten Lockdown des Landes kommt wie im Frühjahr.

Großbritannien weiter Land mit meisten Covid-19-Toten in Europa

In Großbritannien überstieg die Zahl der Infektionen am Mittwoch die Schwelle von 1,25 Millionen, innerhalb eines Tages sind knapp 600 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Es gab damit mehr als 50 000 Todesfälle seit Beginn der Pandemie. Großbritannien bleibt in Bezug auf die absolute Zahl der Todesfälle das am schwersten von der Coronavirus-Pandemie getroffene Land in Europa.

Frankreichs Intensivstationen am Limit

Frankreich macht sich trotz leicht rückläufiger Infektionszahlen, knapp unter 36.000 an diesem Mittwoch, auf eine weitere Verschärfung der Lage gefasst. Die französische Regierung wird am an diesem Donnerstag mitteilen, wie es mit dem seit zwei Wochen andauernden zweiten Lockdown weitergeht.

Die zweite Welle trifft das Land härter als zuvor. Die Intensivstationen sind ausgelastet. Um den Kollaps zu vermeiden, werden Patienten in andere Regionen verlegt, auch nach Deutschland.

Man sei besorgt über die Beschleunigung der Fälle, sagt der Mitarbeiter eines Krankenhauses in Libourne nahe Bordeaux, Im Falle eines abrupten Anstiegs werde die Intensivstation schnell überfordert sein

"Wir sind ziemlich besorgt über die Beschleunigung der Fälle. Wir haben wirklich Angst, dass es schlimm wird und dass wir schnell überfordert sein werden."

Für Reisende nach Spanien wird negativer Corona-Test Pflicht

In Spanien, das 40.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden registrierte, sollen Einreisende aus Risikogebieten künftig einen PCR-Test vorweisen. Dieser dürfe nicht älter als 72 Stunden sein, teilte c das Gesundheitsministerium Madrid mit. Das wird nach jetzigem Stand im Prinzip auch für Besucher gelten, die aus Deutschland anreisen. Eine Quarantäne-Pflicht für Besucher gibt es in Spanien aber weiterhin nicht.