Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Besuch aus Ungarn: Premier Magyar reist für einen Neustart nach Berlin

Ungarns Ministerpräsident Peter Magyar gestikuliert, als EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ihn vor einem Treffen in Brüssel am Freitag begrüßt.
Ungarns Ministerpräsident Peter Magyar gestikuliert: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüßt ihn vor einem Treffen im EU-Hauptquartier in Brüssel am Freitag. Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Sandor Zsiros
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare
Teilen Close Button

Ungarns Regierungschef Péter Magyar reist diese Woche nach Berlin. Das steht auf der Agenda.

Ungarns Ministerpräsident Péter Magyar trifft am Dienstag Bundeskanzler Friedrich Merz und am Mittwoch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Es ist seine zweite große diplomatische Europareise seit seinem Amtsantritt.

WERBUNG
WERBUNG

Magyar kam Anfang Mai nach einem erdrutschartigen Wahlsieg gegen Viktor Orbáns Fidesz-Partei an die Macht. Seitdem stellt er die Rückkehr Ungarns in den europäischen Mainstream ins Zentrum seiner außenpolitischen Agenda, nach Jahren angespannter Beziehungen zwischen Budapest und den EU-Institutionen.

Magyar, der vor zwei Wochen bereits Warschau und Wien besuchte, wird nach Angaben des Bundeskanzleramts um zwölf Uhr von Merz empfangen. Für 13 Uhr ist eine gemeinsame Pressekonferenz geplant.

„Bei den anschließenden Gesprächen sollen bilaterale und europäische Themen im Mittelpunkt stehen, zudem die weitere Unterstützung für die Ukraine und die euro-atlantische Sicherheit“, hieß es in der Mitteilung. Details zum Treffen in Paris sind noch nicht bekannt.

16,4 Milliarden Euro an eingefrorenen EU-Mittel sollen wieder freigegeben werden

Die Reise erfolgt nur wenige Tage, nachdem Magyar mit der Europäischen Kommission eine politische Einigung erzielt hat, um 16,4 Milliarden Euro an eingefrorenen EU-Mitteln wieder freizugeben. Brüssel hatte die Gelder wegen Sorgen über Korruption und die Aushöhlung des Rechtsstaats blockiert.

Von dem Gesamtbetrag stammen zehn Milliarden Euro aus der Corona-Wiederaufbaufazilität der EU. Ungarn verliert dieses Geld, falls das Land nicht bis Ende August alle offenen Auflagen erfüllt.

Für die Auszahlung braucht es zudem die Zustimmung aller EU-Mitgliedstaaten. Magyar sagte vergangene Woche in Brüssel, er führe Gespräche mit mehreren Staats- und Regierungschefs, um deren Unterstützung zu gewinnen.

Die EU erwartet außerdem, dass Ungarn sein Veto gegen den EU-Beitrittsprozess der Ukraine aufhebt. Magyar hat zugesagt, den Prozess freizugeben, sobald die Ukraine die Bildungs- und Sprachrechte der ungarischen Minderheit im Land garantiert.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare

Zum selben Thema

Magyar erhöht Druck auf Ungarns Präsidenten: Rücktrittsfrist läuft ab

Ungarn soll für seine Bürger reformieren, nicht für die EU, sagt Kommissar McGrath

Besuch aus Ungarn: Premier Magyar reist für einen Neustart nach Berlin