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Schweiz: Corona-Lage ein wenig besser - Zahl der Intensivpatienten "stabil"

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Corona-Tests sind in der Schweiz kostenlos
Corona-Tests sind in der Schweiz kostenlos   -   Copyright  Kay Nietfeld/(c) Copyright 2020, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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In der Schweiz, die schwer von der Corona-Pandiemie betroffen ist, verbessert sich Situation wieder etwas. "Das Getriebe sei repariert und funktioniere langsam wieder", hieß es auf der täglichen Pressekonferenz zur Corona-Lage am Dienstag. Die Zahl der Intensivpatienten habe sich stabilisiert.

Allerdings liegt die 14-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner mit 740 immer noch sehr hoch. Im Vergleich: In Deutschland beträgt sie 308, in Österreich 1.027.

Zuletzt hatte es heftige Kritik am Corona-Kurs der Schweizer Regierung gegeben. Das Land sei nicht gut genug auf die 2. Welle vorbereitet gewesen, außerdem würde das Thema in der öffentlichen Kommunikation nicht ernst genug genommen, über die Covid-19-Todesopfer würde kaum gesprochen.

Dabei geben die EU-Behörden für die Schweiz eine Sterblichkeitsrate von 13 pro 100.000 Einwohner an. In Deutschland sind es nur 3, in Frankreich 12.

Angst vor der Quarantäne und Isolation

Ein weiteres Problem ist, dass in der Schweiz wenig getestet wird. Dies könne mögliche Lockerungen vor den Festtagen gefährden, sagen die Behörden. Man müsse die Leute vermehrt darauf hinweisen, dass das Testen kostenlos sei und ihnen die Angst vor der Quarantäne und Isolation nehmen.

Das Bundesamt für Gesundheit meldete am Dienstag 142 neue Todesfälle innerhalb der letzte 24 Stunden, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen. Insgesamt gab es in der Schweiz bisher 3.575 Corona-Tote. Die Behörden melden außerdem 4.241 neue Coronavirus-Ansteckungen. Die Anzahl der durchgeführten Tests lag bei 20.794, woraus sich eine Positivitätsrate von 20,6 Prozent ergibt.

Skifahren keine gute Idee

Im Hinblick auf die Wintersportsaison denkt die Regierung über leichte Lockerung nach, sofern die Massnahmen weiterhin anschlagen. Anderseits warnt der Zuger Kantonsarzt Rudolf Hauri, dass Skifahren momentan keine gut Idee sei, zunehmende Sportunfälle können zu einer weiteren Belastung für die vollen Krankhäuser werden.

Deutschland, die USA und Frankreich wollen noch in diesem Jahr mit den Impfungen der Bevölkerung beginnen. In der Schweiz sei eine Prüfung durch die Swissmedic (Schweizer Zulassungs- und Kontrollbehörde) nötig, so die Leiterin Infektionskontrolle des Schweizer Bundesamt für Gesundheit. Frühstens Mitte Januar oder im ersten Quartal könne in der Schweiz damit gerechnet werden,