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Millionenstrafe für Pharmafirmen wegen illegaler Absprache

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Von Stefan Grobe
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EU-Wettbewerbskommissarin Vestager in Brüssel
EU-Wettbewerbskommissarin Vestager in Brüssel   -   Copyright  JOHANNA GERON / POOL / AFP
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Die EU-Kommission hat zwei Pharma-Unternehmen mit einer Strafe von insgesamt 60 Millionen Euro belegt, weil sie eine Arznei gegen Schlafstörungen künstlich teuer gehalten haben sollen. Es handelt sich dabei um das israelische Unternehmen Teva sowie Cephalon aus den USA. Konkret soll Cephalon den damaligen Konkurrenten Teva mit geschäftlichen Vorteilen davon abgebracht haben, ein billiges Nachahmerprodukt zum Medikament Modafinil anzubieten.

Dadurch hätten Jahre lang Patienten, nationale Gesundheitssysteme und Steuerzahler nicht von günstigeren Preise profitiert, sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Die Brüsseler Entscheidung sei ein klares Signal an die Pharmabranche, dass ein solches Verhalten im EU-Recht nicht toleriert werde.

Modafinil war ein Bestseller Cephalons gegen Schlafstörung. Als das Patent in Europa 2005 auslief, brachte Cephalon Teva dazu, auf ein billigeres Generikum zu verzichten - dank zahlreicher Gegenleistungen.

Teva äußerte gegenüber Euronews Verwunderung darüber, dass zehn Jahre nach Beginn der Ermittlungen ein Verstoß gegen das EU-Wettbewerbsrecht festgestellt worden sei - eine Auffassung, die das Unternehmen nicht teile. Teva kündigte an, Berufung gegen die Entscheidung einlegen zu wollen.