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Kampf gegen den unbeabsichtigten Tod von Delfinen

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Von Gregoire Lory
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Kampf gegen den unbeabsichtigten Tod von Delfinen
Copyright  Chris O'Meara/AP2011

Kampf gegen den unbeabsichtigten Tod von Delfinen in europäischen Gewässern - das ist das Ziel von rund drei Dutzend NGOs, die der EU-Kommission an diesem Dienstag eine entsprechende Petition überreichen wollen.

Nach Angaben der Tierschutz-Organisation WWF kommen jährlich zwischen 8000 und 10.000 Delfine in den Netzen von Fischerbooten ums Leben.

Um die Säugetiere des Meeres zu schützen, fordert der WWF die Installierung von Kameras an Bord der Trawler.

Dadurch sei man in der Lage, das Ausmaß dieser Delfin-Unfälle zu messen, ebenso die besonders gefährdeten Zonen, sagt Antonia Leroy, die Leiterin der Brüsseler WWF-Vertretung. Es müsse darum gehen, gemeinsam mit den Fischern eine Lösung mit Hilfe der Kameras zu finden. Diese Kameras würden es zudem erlauben, zusätzliche Informationen zu den gefährlichsten Fangperioden für die unbeabsichtigten Delfin-Tötungen und über die bedrohten Arten zu bekommen.

Die professionellen Fischer sind gespalten.

Die Nutzung der Kameras solle auf freiwilliger Basis geschehen. Es sei eine enorme Anstrengung, Kameras auf Tausenden von Fischerbooten zu installieren, nur um herauszufinden, wie groß das Problem sei, so Gerard van Balfsfoort von der Berufsvereinigung Europêche. Einfacher sei es, Beobachter mit an Bord zu nehmen, was auch schon geschehe. Die Aktion mit den Kameras sei, ehrlich gesagt, etwas seltsam.

Diese Kameras sind in den USA, Kanada und Australien bereits im Einsatz.

Für die beteiligten NGOs erlaubt es diese Maßnahme der EU auch, technologischen Rückstand aufzuholen und die Fischereibranche am Umweltschutz zu beteiligen.

Der WWF geht indes noch weiter und fordert ein Fangstopp von zwei Monaten.

Journalist • Stefan Grobe