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Honduras: Migrantenkarawane versucht, in die USA zu gelangen

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Von euronews
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Migranten stehen Schlange vor Polizeikontrolle in der Nähe der Grenze zu Guatemala
Migranten stehen Schlange vor Polizeikontrolle in der Nähe der Grenze zu Guatemala   -   Copyright  Delmer Martinez/ Associated Press
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In Honduras führen starke Unwetter dazu, dass Hunderte Menschen erneut versuchen, das Land in Richtung Vereinigte Staaten zu verlassen. Am Mittwoch schlossen sich in der Stadt San Pedro Sula mehrere Hundert Honduranerinnen und Honduraner in einer Migrantenkarawane zusammen. Viele wissen sich nach mehreren Hurrikans nicht anders zu helfen.

Edgardo Calderón ist einer der Migranten: "Wir haben alles verloren. Deswegen sind wir von zu Hause weg und hier, um es zu versuchen."

José Samuel Reyes: "Wir wollen arbeiten. Wir werden kämpfen."

Karawane scheitert an Grenze

Die Karawane wurde allerdings bereits am Donnerstag vor der Grenze zu Guatemala gestoppt. Ohne negativen Corona-Test könnten sie die Grenze nicht überqueren, so ein Polizeisprecher.

Die Hurrikanes "Eta" und "Iota" haben im November in Mittelamerika schwere Schäden angerichtet. Einige Gebiete stehen immer noch unter Wasser. Allein in Honduras starben etwa 90 Menschen. Mehr als ein Drittel der rund zehn Millionen Einwohnerinnen und Einwohner war von den Schäden betroffen. Zehntausende verloren ihr Zuhause.

Bereits im Oktober hatte eine Karawane vergeblich versucht, über die Grenze zu kommen.

Flucht vor Hurrikanschäden, Gewalt und Armut

Vor etwa einem Jahr waren mehrere MigrantInnentrecks bis zur Südgrenze der USA gelangt. Die Regierung des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump traf seitdem mit Guatemala, Honduras und El Salvador Vereinbarungen, mit denen die drei Länder zu sicheren Drittstaaten erklärt wurden. Migrantinnen und Migranten auf dem Weg in die USA müssen demnach, wenn sie eines dieser Länder betreten, dort Asyl beantragen. Andernfalls können sie dorthin zurückgeschickt werden, wenn sie die Vereinigten Staaten erreichen.

Die meisten der Zehntausenden Menschen, die jeden Monat unerlaubt die US-Grenze mit Mexiko überqueren, stammen aus einem der drei Länder. Gewalt und Armut sind dort weit verbreitet.