Honduras und Guatemala wollen gegen Flüchtlingskarawane vorgehen

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Von Euronews
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Honduras und Guatemala haben den Organisatoren der sogenannten „Migrantenkarawane“ den Kampf angesagt.

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Honduras und Guatemala wollen gegen die Organisatoren der sogenannten „Migrantenkarawane“ vorgehen. Wer diese fördere, werde die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen, sagten die Präsidenten beider Länder.

"Sie sagen, dass Trumps Soldaten auf der Grenze auf uns warten"

Tausende Menschen fliehen derzeit vor Armut und Gewalt aus Mittelamerika in Richtung USA. Ein Teil hat mittlerweile Mexiko-Stadt erreicht. Darunter José Armando Flores, der Angst hat, dass er es nicht bis in die USA schaffen wird: “Es ist sehr hart. Sie sagen, dass Donald Trumps Soldaten an der Grenze auf uns warten. Und dass sie auf uns schießen werden, wenn wir versuchen, die Grenze zu passieren.“

Der US-Präsident wirft den Herkunfts- und Transitländern vor, zu wenig gegen den Flüchtlingsstrom zu tun. Er droht mit der Kürzung von Hilfsgeldern und der Schließung der Grenze zu Mexiko. Zahlreiche Menschen sind bereits umgekehrt, andere geben die Hoffnung nicht auf.

"Ich kämpfe für die Menschlichkeit"

Sie werden von vielen Mexikanern unterstützt. Juan Félix Mendoza verteilt Brot und sagt: „Ich kämpfe für die Menschlichkeit. Wir wollen den armen Menschen helfen, die seit Wochen auf der Straße leben, nichts zu essen und zu trinken haben. Wir möchten etwas für sie tun.“

Jose Fonseca campiert in Mexiko-Stadt und ist Dankbar für die Gastfreundschaft: „Seit wir in Mexiko angekommen sind, haben die Menschen hier so viel für uns getan. Sie gaben uns, was sie hatten – und dabei haben sie selbst so wenig. Sie helfen uns, obwohl sie selbst bedürftig sind.“

Auf der Flucht vor den Maras

Der Großteil der Migranten kommt aus Honduras – eines der gefährlichsten und ärmsten Länder der Welt. Die Gewalt dort geht vor allem von den sogenannten Maras aus. Das sind Jugendbanden, die ganze Stadtteile kontrollieren und oft schon Kinder zwangsrekrutieren.

Sehen Sie hier unser Interview mit dem Regisseur Oliver Stiller, der die Karawane begleitet.

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