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Vorher oder nachher essen? Mitternachtsmesse schon um 19.30 Uhr

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Vorher oder nachher essen? Mitternachtsmesse schon um 19.30 Uhr
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Weihnachtsmessen werden vorverlegt

Wegen der Corona-Regeln in Italien und der Ausgangssperre ab 22 Uhr müssen die traditionellen Christmetten in diesem Jahr vorverlegt werden. Auch die traditionelle Mitternachtsmesse im Petersdom.

Streng genommen ist der Eingriff gar nicht so groß. Bereits seit 2009 findet die Christmette nicht um Punkt Mitternacht, sondern zwei Stunden früher statt.

Vincenzo Corrado von der italienischen Bischofskonferenz erklärt: "Aus liturgischer Sicht ist es eine Messe, die in der Weihnachtsnacht zelebriert werden muss. Seit einigen Jahren feiert findet die traditionelle Messe im Vatikan tatsächlich um 21.30 Uhr statt. Das zeigt, dass es nicht genau um Mitternacht sein muss, sondern im Verlauf der Nacht."

Die Bischöfe sind angewiesen, das Thema mit den Geistlichen vor Ort zu besprechen, die dann entscheiden, wann sie ihre Messen im Einklang mit den Einschränkungen abhalten.

"Jeder muss dann für sich entscheiden. Ich habe gehört, dass mehrere Diözesen planen, die Christmette zwischen 20.30 und 21 Uhr abzuhalten", so Corrado.

Not macht erfinderisch

Die besondere Situation macht erfinderisch. Pater Franco Semenza beispielsweise zelebrierte während des ersten Lockdowns die Ostermesse auf Facebook.

"Die Messe musste hinter verschlossenen Türen stattfinden. Deshalb habe ich sie online gestreamt. Es war eine keine einfache Erfahrung. Das Verschieben der Messezeiten ist für viele Gläubige sicher nicht so schön, aber immer noch besser, als wenn niemand daran teilnehmen darf, wie das damals der Fall war."

Die Türen des Petersdoms werden offen sein: allerdings früher als üblich. Auch die Papstmesse im Petersdom wurde vorverlegt.

Die traditionelle Weihnachtsmesse findet am 24. Dezember statt. In den vergangenen Jahren war das um 21.30 Uhr . In diesem Jahr wird der Papst sie zwei Stunden früher zelebrieren, um der von der italienischen Regierung erlassenen Sperrstunde gerecht zu werden, die verlangt, dass alle um 22 Uhr zu Hause sind."

Wichtig ist, dass wir unseren Glauben und den weihnachtlichen Geist lebendig halten.
Gläubiger

"Man muss sich organisieren"

Eine Einschränkung, mit der die Gläubigen zurechtkommen. Eine Frau sagte uns: "Es wird sich nicht viel ändern, man muss sich nur organisieren. Wir werden dann eben vor oder nach der Messe essen. Was wirklich zählt, ist der religiöse Aspekt der Feierlichkeiten"

Ein Mann meinte uns gegenüber: "Die Änderung der Uhrzeit ist das geringste Problem. Wichtig ist, dass wir unseren Glauben und den weihnachtlichen Geist lebendig halten."

Die Sperrstunde ist ein Problem - der Platzmangel im Petersdom ein weiteres. Wegen der Corona-Regeln ist die Zahl der Gläubigen, die bei den Feierlichkeiten im Petersdom dabei sein dürfen, ist begrenzt.

Wer einen Platz ergattern will, muss rechtzeitig anstehen.