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Korruptionsaffäre: Samsung-Erbe Lee erneut verurteilt

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Von Euronews mit dpa
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Korruptionsaffäre: Samsung-Erbe Lee erneut verurteilt
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Der Erbe des Samsung-Firmenimperiums, Lee Jae Yong, muss wieder hinter Gitter. Das Obergericht in Seoul verhängte zweieinhalb Jahre Haft gegen Lee und bestätigt damit Teile eines früheren Urteils. Der 52-Jährige wurde der Bestechung und Veruntreuung für schuldig befunden, berichteten südkoreanische Sender und die nationale Nachrichtenagentur Yonhap an diesem Montag.

Die Staatsanwaltschaft hatte neun Jahre gefordert. Die Korruptionsaffäre hatte 2016 für massive Proteste gesorgt infolge derer die damalige Präsidentin Park Guen Hye aus dem Amt entfernt wurde.

Sein Anwalt stellte Lee als Opfer einer Machtintrige der Politikerin dar: "In diesem Fall geht es um Machtmissbrauch durch die frühere Präsidentin", so Lee Injae. "Fakt ist, dass sie gegen die Freiheit und Eigentumsrechte eines privaten Unternehmens verstoßen hat. Deswegen bedauern wir die Entscheidung des Gerichts."

Skandal brachte Präsidentin Park hinter Gitter

Park wurde in dem Korruptionsverfahren zu 20 Jahren Haft verurteilt. Demnach haben sie und ihre langjährige Freundin Choi Soon-sil während Parks Amtszeit von 2013 bis 2016 Bestechungsgelder von Samsung entgegengenommen und im Gegenzug Lees Machtposition im Samsung-Konzern gestärkt. Ingesamt ging es um 30 Milliarden Won, rund 22 Millionen Euro.

Firmenerbe Lee war bereits 2017 wegen Korruption zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Ein Jahr später wurde die Haft zu einer Bewährungsstrafe abgemildert, dann wurde das Verfahren wieder aufgenommen.