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Frauenförderung in Spanien: Aus dem Hobby einen Beruf machen

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Frauenförderung in Spanien: Aus dem Hobby einen Beruf machen
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Ein Madrider Verein unterstützt Frauen aus ländlichen Gebieten bei der Entwicklung ihrer Projekte. Oft sind das kleine Unternehmen, viele haben mit Kunsthandwerk zu tun. Es ist eine Möglichkeit, die Entvölkerung dieser Regionen zu verhindern.

Aus seinem Hobby einen Beruf machen: Als die Kinder klein waren, hat Helena Argüello nicht gearbeitet. Jetzt macht sie Spielzeug aus Holz. Die Idee dazu kam ihr bei einem Workshop: 20 Frauen nahmen in den Bergen von Madrid an “Enraizadas” teil.

"Es hat mir geholfen, meinen Ideen zu verwirklichen, die Schwierigkeiten und den Wert meiner Arbeit zu erkennen. Das war mir vorher nicht bewusst. Ich hing in der Luft, hatte keine Ahnung von Marketing, Buchhaltung, Ausgaben", so die Kunsthandwerkerin.

Auch Karmele Angulo nahm an diesem Workshop teil. Sie arbeitet mit Schmuck und Emaille. Um Teamarbeit und Zusammenarbeit zu fördern, gründeten die Frauen eine Kunsthandwerkerinnen-Vereinigung: "Jede von uns hat ihr kleines Handwerk aufgezogen. Aber mit der Zeit haben wir gemerkt, dass wir als Gruppe mehr erreichen, dass wir zusammen stärker und sichtbarer sind."

Kein Erfolgsstreben im klassischen Sinn

Aber die Pandemie hat die Aktivitäten des Vereins eingeschränkt. Der Workshop, an dem diese Frauen teilgenommen haben, fördert nachhaltige Projekte. Und er bringt sie mit etablierten Kleinunternehmen zusammen, um ihre Ausbildung und Geschäftsmöglichkeiten zu verbessern.

In Fresnedillas de la Oliva gibt es keine großen Unternehmen oder Industrien. Deshalb sind kleine Läden wie das Schmuckgeschäft von Kaemele gut für die lokale Wirtschaft. Stadtrat Andrés Rapaport meint: _"Die Initiative ist perfekt für diese Gegend. Sie erlaubt den Menschen, hier zu bleiben. Auf diese Weise kann die Stadt wachsen, ohne dass wir unser Umfeld, unsere Natur zerstören."
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In dem Ort wird die zweite Auflage der “Enraizadas”-Workshops vorbereitet. Seit 2015 werden auch Unternehmerinnen unterstützt, die nicht aus dem ländlichen Raum kommen. Vereinsmitarbeiterin Lourdes Jiménez:

"Wir suchen nicht nach Erfolg im klassischen Sinn. Für uns ist ein Projekt dann erfolgreich, wenn die Frau von ihrer Arbeit anständig leben kann und das, was sie macht, gern tut. Wichtig ist auch, dass sie ihr Leben mir ihrer Arbeit vereinbaren kann."

Erstmals dieses Jahr wird der Workshop online und landesweit angeboten. Carlos Marlasca, Euronews. Madrid.