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Trauer in Portugal

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Trauer in Portugal
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Im besonders stark vom Coronavirus betroffenen Portugal trauern im Moment sehr viele Familien um ihre verstorbenen Angehörigen. Alleine im Januar sind in dem kleinen Land mit nur 10 Millionen Einwohnern bereits über 5000 Menschen an oder mit dem Virus gestorben.

Einer der vielen Corona-Toten ist der Vater von Luis Sousa. Im Alter von 86 Jahren verstarb er im Krankenhaus. Für seinen Sohn ist es besonders schlimm, dass er sich nicht von seinem Vater verabschieden konnte: "Es schmerzt sehr, dass wir uns nicht sehen, berühren, uns von ihm verabschieden konnten. Es ging nicht, wir haben es nicht geschafft! Dies ist ein Schmerz, der für immer bleiben wird!", so Luís Sousa.

Corona bedingt gab es natürlich auch keine Trauerfeier in der Kirche. Bei der Beerdigung auf dem Friedhof waren nur die Familie und einige enge Freunde anwesend. Der einzige Moment des Abschieds für die Familie.

"In diesem Moment fühlte ich eine innere Kraft und sagte mir, dass ich mich nun von meinem Vater verabschieden kann. Ich sprach mit ihm und dann sagte ich alles, was ich zu sagen hatte, ich dankte für alles, was er für mich getan hat und für meine Brüder, für uns alle, auch für meine Kinder", so Luís Sousa.

Seine Frau Teresa Vieira: "Wir hatten das Bedürfnis, mit ihm zu sprechen, uns zu verabschieden, etwas zu ihm zu sagen. Wenn die Dinge nicht so wären, wenn es eine andere Todesursache gewesen wäre, dann wäre er von unzähligen Freunden umgeben gewesen."

Portugal ist besonders stark von der als höher ansteckend geltenden Virusvariante betroffen, die zunächst in Großbritannien aufgefallen ist. Das Gesundheitssystem ist völlig überfordert, eine Verbesserung der Lage ist leider noch nicht in Sicht.

Journalist • Julika Herzog