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Corona-Impfpass soll bis zum Sommer kommen

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Von Stefan Grobe
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Corona-Impfpass soll bis zum Sommer kommen
Copyright  Olivier Hoslet/AP
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Die Europäische Union treibt die Arbeit an einem einheitlichen Corona-Impfpass für einfacheres Reisen voran. Dazu sollen bis zum Sommer die Voraussetzungen geschaffen werden, hieß es nach einem virtuellen EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs.

Die technischen Vorbereitungen auf europäischer Ebene dürften etwa drei Monate dauern, so EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Die EU-Staaten müssten sich mit ihren nationalen Impfausweisen beeilen, wenn es bis zum Sommer klappen solle.

Was mit so einem Impfpass möglich ist, muss jedes Land für sich treffen. Enthalten könnten die Zertifikate Informationen über die Impfung, einen negativen Test oder Antikörper. Experten sagen, der Impfpass müsse vor allem leicht verständlich sein.

Impfpässe gebe es bereits und erlaube es Besuchern, in andere Länder einzureisen, in denen etwa das Gelbfieber grassiere, meint Guntram Wolff, Direktor der Brüsseler Denkfabrik Bruegel. Die Corona-Pässe müssten nur entsprechend angepasst werden. Das sei eigentlich nicht schwer und könne schnell realisiert werden.

Ein anderes Thema war eine Erhöhung der Produktion, um dauerhafte Lieferungen sicherzustellen.

Oberste Priorität sei es nun, Produktion und Verteilung der Impfdosen zu beschleunigen, so EU-Ratspräsident Charles Michel. Deswegen unterstütze der Rat die Kommission bei ihrer Zusammenarbeit mit der Industrie, um mögliche Hürden im Herstellungsprozess und in Zulieferketten zu beseitigen. Brüssel wolle mehr Berechenbarkeit und Transparenz, um sicherzustellen, dass die Pharma-Unternehmen ihren Verpflichtungen nachkämen.

Bisweilen bleibt die Hauptsorge in vielen Ländern indes, angesichts steigender Infektionszahlen das Virus unter Kontrolle zu kriegen.

Am Freitag wollen die Staats- und Regierungschefs über die Stärkung der gemeinsamen europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik beraten. Ziel dabei ist es auch, ein unabhängigeres Handeln der EU in internationalen Krisen und Konflikten zu gewährleisten.