Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Chancen und Risiken der Krise: Optimal zusammenarbeiten

euronews_icons_loading
Business Line
Business Line   -   Copyright  euronews   -   Credit: Dubai
Schriftgrösse Aa Aa

In dieser Januar-Ausgabe von Business Line, dem monatlichen Wirtschaftsbarometer aus Dubai, geht es um folgende Themen: Wie verkraften europäische Skigebiete die Coronakrise? Immer mehr Elektrofahrzeuge kommen auf den Markt und wir stellen Ihnen ein innovatives Unternehmen für strategische Personalplanung und -Optimierung vor.

Strategische Personalplanung und -Optimierung

Auf der ganzen Welt fühlen sich Menschen in der Pandemie isoliert. ProFinda ist ein Unternehmen für strategische Personalplanung und -Optimierung. Mithilfe von Technologie setzt es die kollektive Intelligenz einer Firma frei. Dank intelligenter Vernetzung werden Mitarbeiter und Kontakte optimal eingesetzt. Das Unternehmen hat am Weltwirtschaftsforum Davos teilgenommen, mit der Regierung von Ex-Präsident Obama zusammengearbeitet sowie große Wirtschaftsunternehmen und Denkfabriken als Kunden.

Roger Gorman, Gründer und CEO von ProFinda, sagt, dass es in jeder Organisation auf der Welt zwei wichtige Aspekte gibt. "Der eine ist das Inventar an Menschen und ihre Fähigkeiten sowie andererseits die zu erledigende Arbeit. Für eine Optimierung muss man beide Bereiche im Blick haben und näher zusammenbringen."

Bei ProFinda bewertet man Unternehmen mit einer Belegschaft von über 100.000 Mitarbeitern, die jährlich über eine Milliarde Dollar Leerlaufzeit haben, um sich abzustimmen. Ihr KI-Tool verfügt über einen Datenpool von Mitarbeitern, der Auskunkft gibt über ihre Soft- wie Hard-Skills basierend auf ihren Leistungen und Interessen zusammen mit Informationen aus der Personalabteilung.

Gorman zufolge kann der Manager damit die Top-Talente finden - lokal oder international. "Anstatt vier Wochen lang zu versuchen, Leute zu finden, die sie durch ihr eigenes Netzwerk und unbewusste Vorurteile kennen. Das Tool kann die optimalen Teams in Sekundenschnelle ermitteln", sagte er gegenüber Euronews.

Das Tool erstreckt sich auch auf ehemalige Mitarbeiter, Berater und externe Kollaborateure.

CEO und Gründer Roger Gorman hofft, dass die Technologie auch in anderen Bereichen zum Einsatz kommt - nach dem Besuch einer internationalen Onkologie-Veranstaltung stellte er sich vor, dass das Tool die 43.000 Teilnehmer auf sinnvollere Weise miteinander verbindet.

"In Schweden war es so, dass man eine Woche lang darauf angewiesen war, hoffentlich auf jemanden zu stoßen, der vielleicht zur richtigen Zeit am richtigen Projekt arbeitet, mit dem man zusammenarbeiten kann", sagte er und fügte hinzu: "Das ist keine Innovation und das hilft nicht, Krebs zu heilen. Das System von ProFinda kann diese unglaublichen Momente freisetzen, in denen plötzlich die richtigen Experten mit den richtigen Leuten zur richtigen Zeit an der richtigen Arbeit arbeiten und sprechen. Und das ist der Punkt, an dem etwas enorm Mächtiges entsteht."

Hersteller setzen auf umweltfreundlichere Kraftstoffe

Umweltauflagen werden weltweit strenger, Autohersteller stellen auf Elektroautos um und prophezeien, dass sie schneller auf den Straßen rollen, als wir denken.

Im vergangenen Jahr wurden weltweit rund 2,5 Millionen Elektrofahrzeuge verkauft. Das soll in diesem Jahr um 70 Prozent steigen, so der amerikanisch-britische Informationsanbieter IHS Markit. Laut der US-Firma General Motors ist es noch ein weiter Weg, da diese Fahrzeuge erst drei Prozent des Weltmarktes ausmachen.

Das Unternehmen aus Detroit hat gerade seinen Kompakt-SUV Chevrolet Bolt vorgestellt. Er ist eines von 30 neuen Elektrofahrzeugen, die das Unternehmen bis 2035 auf den Weltmarkt bringen will.

Jesse Ortega, leitender Chefingenieur von Chevy Bolt, sagt, dass man mit dem Chevrolet Volt EV den Markt für erschwingliche Langstrecken-EVs erschließt:

"EUV erlaubt uns, das in eines der heißesten Segmente auf dem Markt auszuweiten, nämlich in das kompakte Crossover-Segment", sagte er.

Das Modell ist ab Sommer 2022 verfügbar. Andere Autohersteller haben ähnliche Pläne. Die Luxus-Automarke Jaguar kündigte kürzlich an, ab 2025 nur noch Elektrofahrzeuge zu produzieren. Das britische Unternehmen investiert im Rahmen dieser Neuausrichtung jährlich 2,9 Milliarden Euro. Man hofft, das erste vollelektrische Modell 2024 auf den Markt zu bringen. Außerdem setzt man auf die Entwicklung von Wasserstoffantrieb, um die CO2-Emissionen zu senken.

Laut Thierry Bolloré, CEO von Jaguar Land Rover, ist die Brennstoffzellentechnologie der logische, nächste Schritt.

"Um uns auf den erwarteten Einsatz dieser natürlichen Energiequelle in der Zukunft vorzubereiten, werden wir noch in diesem Jahr damit beginnen, Prototypen auf britischen Straßen zu testen."

Große Autohersteller bauen bereits weltweit Modelle mit Wasserstoff-Brennstoffzellen, da regulatorische Maßnahmen die Industrie zu emissionsfreien Fahrzeugen zwingen und die Nachfrage nach Benzin- und Dieselfahrzeugen sinkt.

Wie geht es weiter mit den europäischen Skigebieten?

Die Skibranche hatte aufgrund der Pandemie einen schwierigen Start in dieses Jahr. Die Maßnahmen gegen Covid-19 nehmen kein Ende. Viele machen sich Sorgen um die Auswirkungen.

Die Wintersaison in Italien ist gefährdet: Aufgrund der strengen Beschränkungsmaßnahmen für den Wintersport sind die Skigebiete im ganzen Land geschlossen. Das italienische Gesundheitsministerium gab bekannt, dass der Lockdown bis zum 5. März andauern wird.

Renato Antonioli, Manager der Cima Piazzi Ski Station sagte, die Situation sei entmutigend. "Das Timing ist absurd. Man kann nicht vier Stunden vorher sagen, dass die Lifte geschlossen werden. Seit 20 Tagen habe ich zusammen mit meiner Familie alles für die Wiedereröffnung vorbereitet."

Vor diesen neuen Maßnahmen in der Lombardei, der am stärksten betroffenen Region Italiens, in der bisher rund 28.000 Menschen starben, mussten die Skibetreiber die tägliche Anzahl der Skifahrer auf maximal 30 % begrenzen. Die jüngsten Maßnahmen, die auch in Frankreich und Deutschland eingeführt wurden, kamen, nachdem neue Daten zeigten, dass 18 Prozent der Neuinfektionen durch die britische Variante des Virus verursacht wurden.

Gilles Kraan, CEO von Gimar Montaz Mautino (GMM), sagte, dass sie einen Umsatz von etwa 600.000 bis 700.000 Euro aus dem Kundendienst, dem Verkauf von Stangen, Umlenkrollen und vielen Gummiteilen, die als Verbrauchsmaterial an Skiliften und Sesselliften verwendet werden, erwarteten.

"Alles wurde storniert, also haben wir nur 66.000 € Umsatz gemacht, wo wir 600.000 erwartet hatten. Es ist ein schreckliches Jahr für uns."

Ausrüstungslieferanten müssen im Gegensatz zu Ladenbesitzern das Material vorher bereithalten, sodass der Großteil ihrer finanziellen Verluste noch vor ihnen liegt. Die Rossignol-Gruppe musste im letzten Jahr einen Umsatzverlust von 40 % hinnehmen.

Der Präsident von Rossignol, Bruno Cercley, sagte, die Firma schätze: "Ein Rückgang von nicht 40 %, sondern mindestens 70 %, die Auswirkungen werden also noch kommen."

Der weltweite Start der Impfkampagnen lässt hoffentlich auch die Skisaison wieder aufleben.