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Vjosa Osmani (38) zur Präsidentin des Kosovo gewählt

Von Euronews mit dpa
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Vjosa Osmani - ARCHIV
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Vjosa Osmani ist die neue Staatspräsidentin des Kosovo. Die 38-jährige Juristin ist am Ostersonntag vom Parlament in Pristina auf Vorschlag der Regierungspartei Vetevendosje des Ministerpräsidenten Albin Kurti zum Staatsoberhaupt gewählt worden. Die Politikerin aus Pristina hat auch in den USA Jura studiert und als Gastdozentin gearbeitet. Seit 22011 ist sie Abgeordnete.

Jetzt bekam Osmani bei der Wahl zur Staatschefin 71 Stimmen und damit die Mehrheit in der Volksvertretung mit 120 Sitzen. 82 Abgeordnete waren anwesend, 11 gaben ungültige Stimmen ab. Am Karsamstag hatten u.a. die Abgeordneten der serbischen Mindertheit die Wahl boykottiert.

Auf Twitter wünscht die Politikerin nicht nur schöne Ostern, sondern zeigt sich auch im Video mit ihren Zwillingen.

Das Amt des Staatspräsidenten des Kosov war im November 2020 vakant geworden, nachdem Staatschef Hashim Thaci wegen einer Anklage des Kosovo-Sondertribunals zurücktrat. Thaci muss sich vor dem Gericht in Den Haag wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen im Unabhängigkeitskrieg der Kosovo-Albaner gegen Serbien (1998-1999) verantworten.

Osmani, die zuvor als Ministerpräsidentin im Gespräch war, hatte nach Thacis Rücktritt dessen Amt kommissarisch übernommen, in ihrer damaligen Eigenschaft als Parlamentspräsidentin.

Die neue Präsidentin war bis Juni 2020 stellvertretende Vorsitzende der damals regierenden und heutigen Oppositionspartei LDK (Liberal-Konservative). Osmani wurde nach Streit innerhalb ihrer eigenen Partei entmachtet. Bei der Parlamentswahl im Februar dieses Jahres trat sie auf der Liste der linken Reformpartei von Kurti an.