Der Käse? Gleich bei der Skulptur - Supermarkt als Covid-Galerie

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Von Luca Palamara, su
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Der Käse? Gleich bei der Skulptur - Supermarkt als Galerie

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In Italien sind Museen und Kunstgalerien seit mehr als einem Jahr wegen der Pandemie geschlossen. Die Schließung zertrümmerte nicht nur den Kunstsektor, sondern ließ auch die Menschen ohne eine der Hauptquellen spiritueller Nahrung. Also beschlossen ein paar Kunstgaleristen in Neapel, Kunst an den Ort zu bringen, an dem die Menschen jeden Tag Lebensmittel kaufen: in den Supermarkt, als geistige Nahrung. Die Ausstellung heißt „Add to the Cart“ (“In den Warenkorb legen“).

AUS DER NOT DER PANDEMIE GEBOREN

Luigi Solito – ein Galerist, der an der Idee beteiligt war:

"Ein Kunstwerk ist komplett, wenn jemand es anschaut. Menschen, die es betrachten, stehen im Zentrum der künstlerischen Arbeit. Als Künstler ihre Werke nicht mehr in Museen und Kunstgalerien ausstellen konnten, fühlten wir uns verpflichtet, eine Lösung zu finden.“

Aldo Carlotto – Mitbesitzer des Gourmet Supermarket ist begeistert.

„Die ausgewählten Kunstwerke fügen sich perfekt in diesen ungewöhnlichen Kontext ein, der definitiv keine Kunstgalerie ist. Dies hat den „Wow-Effekt“ erzeugt, die Überraschung der Menschen, die jeden Tag hierher kommen.“

WOW-EFEKT

Luca Palamara, Euronews:

„In einen Supermarkt zu gehen, um Lebensmittel zu kaufen und von Kunstwerken wie diesem umgeben zu sein, ist keine alltägliche Erfahrung. Aber dennoch etwas, das man in diesen schwierigen Zeiten schätzen sollte.“

Die fünf Künstler, die in diesem Supermarkt ausstellen, lassen ihre Kunstwerke auf der gemeinsamen Basis der Ernährung mit dieser Umgebung interagieren.

Christian Leperino – Künstler:

„Das ist eine schwangere Frau. Was will Kunst uns sagen? Für mich geht es um „Lebensmittel“. Kunst ist wie die Frau, die Schöpferin, weil sie Leben und Schönheit erzeugt. “

Francesca Matarazzo di Licosa – Künstlerin:

„Durch dieses Kunstwerk will ich den Menschen vermitteln, dass die Hauptnahrung des Menschen die geistige Nahrung ist, nicht nur die körperliche Ernährung. Die Schließung von Museen und Kunstgalerien hat die gesamte Gesellschaft beschädigt, geistig und emotional.“

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Kunst kann uns allen helfen, diese schwierigen Zeiten zu überstehen, aber nicht auf nüchternen Magen.

Luca Palamara, su

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