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Japaner triumphieren am ersten Tag von Kasan

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Von Luis Nicolas Jachmann
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Japaner triumphieren am ersten Tag von Kasan
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Ein aktuell eher ungewohntes und zugleich vertrautes Bild früherer Wettkampftage: auf den Rängen sitzen Zuschauerinnen und Zuschauer, um dem Spektakel beizuwohnen. In diesem Fall handelt es sich beim Spektakel um Weltklasse-Judo in Kasan. In der russischen Metropole findet in diesen Tagen der letzte Grand Slam vor den Weltmeisterschaften statt.

In Kasan wollten die zugelassenen Fans die Lokalmatadorin Irina Dolgova am ersten Wettkampftag zu Höchstleistungen antreiben. Die Europameisterin von 2018 hatte es im Finale des Superleichtgewichts mit der ehemaligen Weltmeisterin Tonaki Funa zu tun. Am Ende half auch der Heimvorteil nicht. Die Japanerin setzte sich durch und holte ihre erste internationale Goldmedaille des Jahres. Zuvor hatte sie schon Silber im Januar in Doha gewinnen können. Die 25-jährige gehört in ihrem Heimatland Japan im Sommer bei den olympischen Spielen zum engen Favoritenkreis.

Amtierende Weltmeister setzen Ausrufezeichen

Zwei Tage nach seinem 28. Geburtstag machte sich Lukhumi Tschchwimiani selbst sein größtes Geschenk: In Kasan knüpfte er an starke vergangene Erfolge an - natürlich in erster Linie an seine Topform von 2019, als er Weltmeister wurde. Pünktlich einen Monat vor der Weltmeisterschaft in Budapest kommt der Superleichtgewichtler in Fahrt. Jetzt muss er nur noch seine ansteigende Form bestätigen. In genau 4 Wochen in Ungarn.

Die strahlenden Gewinnerinnen

Im Halbleichtgewicht bleibt Uta Abe im internationalen Judo das Maß aller Dinge. Das untermauerte die 20-jährige Japanerin auch in Kasan erneut eindrucksvoll. Mit einer atemberaubenden Leichtigkeit machte sie mit ihren Gegnerinnen nacheinander kurzen Prozess. Wer soll diese 1,58 Meter-Powerfrau eigentlich stoppen?

Die Doppelweltmeisterin von 2018 und 2019 kann aktuell wohl nur sich selbst schlagen. Mit 20 Jahren hat sie in ihrer technischen Überlegenheit gegenüber der Konkurrenz eine erstaunliche Konstanz. Nach zwei Goldmedaillen dieses Jahr ist Abe jetzt bereit für die Krönung in Budapest und dann in Tokio.

Der einzige russische Tagessieg

Was Dolgova nicht geschafft hat, hat Murad Chopanov erreicht: ein Sieg im Finale vor eigener Kulisse. Gegen Dmitry Minkou aus Belarus reichte eine schnelle Drehung für das erste russische Gold von Kasan. Der 22-jährige hatte in Antalya schon das Treppchen besteigen können, jetzt also sein erster Grand-Slam-Sieg 2021.

In Kasan bleibt es am ersten Tag bei einem russischen Tagessieg

Die Chance auf ein zweites russisches Gold am ersten Tag von Kasan machte Hélène Récéveaux zunichte. Die französische Nummer Zwei verpasst im Sommer die olympischen Spiele. Ihr Verband hat sie nicht nominiert. Dass sie an guten Tagen noch immer Topleistungen abrufen kann, musste ihre Finalgegnerin Daria Mezhetskaia spüren. Für Récèveaux ist es das erste Grand-Slam-Gold seit sechs Jahren.

Die Judo-Weltelite bot den Fans auf den Rängen einige packende Kämpfe. Japan mit zwei Goldmedaillen konnte sich stolzer Tagessieger nennen.