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Paris: Canyon am Fuß des Eiffelturms erfreut Touristen

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Von Vincent Coste
Der Eiffelturm, bearbeitet von dem französischen "Straßenkünstler" JR, 19. Mai 2005
Der Eiffelturm, bearbeitet von dem französischen "Straßenkünstler" JR, 19. Mai 2005   -   Copyright  ANNE-CHRISTINE POUJOULAT/AFP
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Hat der Eiffelturm Reißaus genommen? Seit diesem Mittwoch ist diese Frage nicht mehr ganz abwegig, wenn man sich auf der Esplanade du Trocadéro befindet, die diesem Wahrzeichen von Paris auf der anderen Seite der Seine gegenüberliegt.

Tatsächlich handelt es sich um eine optische Täuschung, die den Eindruck erweckt, dass das Bauwerk des guten alten Gustave buchstäblich eine Schlucht überspannt, die sich zu seinen Füßen gebildet hätte, oder eine geradlinige Allee überragt, die Haussmannscher Pläne würdig ist.

Die Installation ist das Werk des französischen Urban-Art-Künstlers JR. Für die optische Täuschung bedeckt ein schwarz-weißes Fresko einen Teil des Platzes Droits de l'homme. Ein weiterer Teil, in dem untere Teil des Turms auftaucht, wurde vertikal platziert, damit sich die Perspektiven überlagern. Schließlich vervollständigt eine Holzpalisade das Objekt, das bereits Passanten Freude bereitet, die ihre Bilder in sozialen Netzwerken austauschen und das Ding für "zu stylisch" halten. Noch bis zum 17. Juni kann man das Kunstwerk bewundern.

Eiffelturm bald wieder für die Öffentlichkeit zugänglich

Touristen, die die ehrwürdige "Eiserne Lady" besichtigen, mit den Aufzügen fahren und die Treppen hinauf- und hinuntergehen wollen, müssen sich bis zum 16. Juli gedulden. Der Eiffelturm ist seit dem 30. Oktober wegen der Corona-Krise geschlossen.

Paris' wohl bekannteste Sehenswürdigkeit wird dann 50 Prozent seiner vor-pandemischen Besucherzahlen zulassen, das heißt ungefähr 10.000 Besucher:innen pro Tag. Einige Bereiche bleiben jedoch wegen Renovierungsarbeiten geschlossen.