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Italien trauert um Primaballerina Carla Fracci (84)

Von Euronews
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Carla Fracci 2017
Carla Fracci 2017   -   Copyright  Luca Bruno/Copyright 2017 The Associated Press. All rights reserved.
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Sie galt als eine der größten Balletttänzerinnen der Welt. Jetzt ist die italienische Primaballerina Carla Fracci im Alter von 84 Jahren gestorben. Sie starb bereits am Dienstag in ihrem Haus in Mailand, wie die Mailänder Scala mitteilte.

In Italien wurde die Tochter eines Straßenbahnfahrers wie eine Nationalheilige verehrt. Auf ihrer Beerdigungsfeier wurde an ihren "märchenhaften Aufstieg" erinnert. Mit ihrem "Talent und Eigensinn" habe sie Generationen junger Menschen inspiriert.

Mailand widmet Carla Fracci eine Straßenbahn

Der Bürgermeister von Mailand, Giuseppe Sala, sagte: "Wir werden Carla Fracci huldigen, indem wir ihr eine Straßenbahn widmen, das Symbol Mailands, ganz weiß, mit ihrem Namen in kleinen Buchstaben, denn sie war stolz darauf, die Tochter eines Straßenbahnfahrers zu sein."

In ihrer Kindheit träumte sie gar nicht von der Welt des Balletts, Carla Fracci wollte Friseurin werden, weil ihr die harte Arbeit an der Ballettschule in Mailand überhaupt nicht gefiel.

Doch sie zog die Ausblidung durch und wurde zur größten Primaballerina der Welt, feierte ihr Debüt 1958 in der Titelrolle von "Romeo und Julia" und ließ in den Sechziger-, Siebziger- und Achtzigerjahren keine großen Auftritte aus.

Ob beim Royal Ballet in London, beim Königlichen Schwedischen Ballett in Stockholm oder beim Stuttgarter Ballett: Überall wurde die italienische Künstlerin gefeiert.

Zu internationaler Bekanntheit verhalfen ihr die Tänze in "Schwanensee", "Les Sylphides" und "Giselle". Letztere gilt bis heute als ihre Paraderolle.

Von 1990 bis 1991 war sie Direktorin des Balletts Neapel, von 1995 bis 1997 Ballettchefin in Verona.