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Nach Blog-Blamage wird bekannt: Trump überwachte 4 NYT-Journalisten

Von Euronews mit AP
Vor der New York Times - ARCHIV
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Einen Tag nachdem Ex-US-Präsident Donald Trump seinen Blog wieder aufgegeben hat - zur Blamage kommen wir weiter unten -, sorgt die Nachricht für Aufruhr, dass sein Justizministerium 2017 geheime Audio-Aufzeichnungen von vier Journalisten der New York Times erlangt hatte.

Wie die Zeitung bekanntgab, handelt es sich um Telefongespräche der Reporter Matt Apuzzo, Adam Goldman, Eric Lichtblau und Michael S. Schmidt. Lichtblau arbeitet inzwischen nicht mehr bei der NYT.

Dean Baquet, der leitende Redakteur der "New York Times", verurteilte die Aktion der Trump-Regierung: "Das Beschlagnahmen der Telefonaufzeichnungen von Journalisten untergräbt die Pressefreiheit zutiefst. Dieses Vorgehen droht, die Quellen zum Schweigen zu bringen, auf die wir angewiesen sind, um die Öffentlichkeit mit wichtigen Informationen darüber zu versorgen, was die Regierung tut."

Zuvor war bekannt geworden, dass unter Trump auch Journalisten der Washington Post und von CNN überwacht wurden.

Spott im Internet zum Ende des Trump-Blog

Auf Twitter machen sich zahlreiche Userinnen und User über das rasche Ende des Trump-Blog lustig. Nachdem er bei Twitter, Facebook und YouTube gesperrt worden war, hatte Donald Trump im Mai 2021 auf seiner Internetseite einen Blog gestartet, der als sein digitales Comeback galt.

Diese "Notlösung" statt der sozialen Netzwerke ist jetzt offline.

Der Journalist der Washington Post hat erfahren, dass Trump nicht zufrieden war, weil sein Blog so wenige Klickzahlen hatte.

Sein Blog sei down, sein Hotel ist zu verkaufen, eine Twitter-Userin fragt, ob demnächst sein Fernseher kaputtgeht oder die Küche...

Viele vergleichen die "Lebenszeit" des Trump-Blog mit der Amtszeit Kommunikationsberater Anthony Scaramucci, den der US-Präsident 2017 nach nur 10 Tagen abgesetzt hatte.

Und was kommt als nächstes: Kommunikation per Fax - oder per Rauchzeichen?

Twitter, Facebook und YouTube hatten Trump wegen des Sturms auf das Kapitol im Januar 2021 gesperrt, zu dem der damals noch amtierende Präsident seine Anhänger aufgestachelt hatte.