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29 Athlet:innen für Olympia-Flüchtlingsteam nominiert

Von Euronews mit dpa
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29 Athlet:innen für Olympia-Flüchtlingsteam nominiert
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Das Internationale Olympische Komitee hat die Athlet:innen des Flüchtlingsteams für die Sommerspiele in Japan bekannt gegeben. Unter den 29 Personen sind auch sieben jetzt in Deutschland lebende Geflüchtete dabei.

55 Athleten aus 13 Ländern hatten die Chance erhalten, sich in zwölf Sportarten für das olympische Flüchtlingsteam zu qualifizieren. Neben Deutschland hatten 20 weitere Länder geflüchteten Sportlern Aufnahme und Trainingsmöglichkeiten für ihren Tokio-Traum gewährt.

ICO-Präsident Thomas Bach erklärte: "Es begann im Herbst 2015, als wir die weltweite Flüchtlingskrise erlebt haben. Wir haben diese Bilder gesehen und uns gesagt, es muss Sportler unter all diesen Menschen geben. Leider sind die Gründe, warum wir dieses Team gegründet haben, immer noch da. Es gibt im Moment sogar noch mehr Vertriebene auf der Welt.''

Ausgewählt wurden die Sportlerinnen und Sportler aufgrund ihrer Leistungen aber auch im Hinblick auf eine gleichmäßige Verteilung von Frauen und Männern, Sportarten und Herkunftsländern.

Sieben der geflüchteten Athlet:innen leben heute in Deutschland

Die Schwimmer Alaa Maso und Yusra Mardini, Boxer Wessam Salamana, Judoka Ahmad Alikaj sowie Karateka Wael Shueb aus Syrien und die aus dem Iran stammenden Saeid Fazloula (Kanu) und Kimia Alizadeh (Taekwondo) schafften es mit deutscher Unterstützung in die Mannschaft.

Leiter der Mannschaft ist die frühere Marathon-Weltrekordlerin Tegla Loroupe aus Kenia: "Als ehemalige Athletin glaube ich, dass ich in der Lage bin, unsere Athleten, die von allen Kontinenten kommen, zu unterstützen. Ich habe selbst Erfahrungen aus einem Konfliktgebiet. Sie werden nicht nur sich selbst und das IOC, sondern die gesamte Flüchtlingsgemeinschaft in der ganzen Welt repräsentieren."

Bei der Eröffnungsfeier der Sommerspiele am 23. Juli wird das Flüchtlingsteam an zweiter Stelle hinter Griechenland unter der olympischen Flagge ins Olympiastadion einlaufen.

Zum ersten Mal war ein Flüchtlingsteam 2016 in Rio de Janeiro an den Start gegangen. Im Oktober 2018 hatte das IOC entschieden, das vom UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR unterstützte Programm auch für die Tokio-Spiele fortzusetzen.