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Die Londoner City 5 Jahre nach dem Brexit-Votum: "Business as usual"?

Von Luke Hanrahan
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Die Londoner City 5 Jahre nach dem Brexit-Votum: "Business as usual"?
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Vor fünf Jahren haben die Briten für den Brexit gestimmt. Wie hat das Votum die City in London, das wichtigste Geschäftsviertel des Landes, beeinflusst? Ist es "business as usual", alles wie immer?

In der Finanzwelt hat der Brexit Wirkung gezeigt. Über 400 Unternehmen haben aufgrund des Brexit ihre Aktivitäten, ihr Personal und ihre Vermögenswerte in Höhe von insgesamt umgerechnet gut 1,2 Billionen Euro in die Europäischen Union verlagert.

Es ist jetzt schwer zu unterscheiden, welche Auswirkungen vom Brexit stammen, welche von der Pandemie.

Um 4 Uhr morgens am Billingsgate, einem 600 Jahre alten Fischmarkt, scheint der Betrieb wieder normal vonstattenzugehen. Die Fischhändler gehören zu denen, die die negativen Folgen des Brexits bemerken.

John Chilvers meint: "Wir beziehen Aale aus Nordirland und dachten, wir könnten weiter problemlos Aale aus Nordirland beziehen. Doch jetzt ist so viel Papierkram damit verbunden." Fischhändler Bob Sewett sagt: "Die Preise sind stark gestiegen, es wird weniger Fisch geliefert, und er ist viel teurer."

Die Blumen sind nicht in Großbritannien gewachsen. Sie sind aus anderen EU-Ländern importiert. Kein Problem für die East Dulwich Flower Company. Blumenhändler George Button: "Wir haben bei bestimmten Produkten vielleicht mal eine Lieferverzögerung. Aber innerhalb von zwei Tagen kriegen wir dann doch meistens alles."

Auch an einem Fitnessstudio in der City ging der Brexit eher spurlos vorüber. Inhaber Jason Bone meint: "Das einzige, was mir spontan einfällt, ist, dass meine Bestellungen vielleicht etwas langsamer ankommen. Aber ich habe keine finanziellen Verluste oder Auswirkungen auf meine Arbeit bemerkt. Es hat mich bisher nicht wirklich beeinflusst."

Fünf Jahre danach. Das Leben geht weiter, heißt es, auch in Großbritannien. Die einen trifft der Brexit, die anderen (eventuell noch) nicht.