Litauen: Niemand hatte die Absicht, einen Grenzzaun zu errichten

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Von Frank Weinert
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Immer mehr Flüchtlinge kommen aus Belarus nach Litauen. Angeblich schickt sie Machthaber Lukaschenko. Das baltische Land hat nun einen Grenzzaun gebaut.

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Niemand hatte in Litauen wohl die Absicht, einen Grenzzaun zu errichten. Doch nun sichert das Land im Baltikum und EU-Mitglied seine Grenze zu Weißrussland gegen Flüchtlinge mit einem Stacheldrahtzaun. Mit Wissen der EU. Dazu Adalbert Jahnz, EU-Sprecher für Inneres: „Die Kommission finanziert keine Zäune oder Barrieren; wir sind immer sehr darauf bedacht, dass die Mittel, die der EU für den Grenzschutz zur Verfügung stehen, dort eingesetzt werden, wo sie den größten Mehrwert haben. Die Verfahren laufen derzeit noch in enger Zusammenarbeit zwischen der Kommission und den litauischen Behörden, um genau zu bestimmen, welche Beträge benötigt werden und wofür genau sie ausgegeben werden sollen.“

Immer mehr Flüchtlinge kommen von Weißrussland an die Grenze zu Litauen. Immer wieder sind Bilder von Migranten zu sehen, die über den Grenzzaun springen.

Seit Monaten instrumentalisiert der weißrussische Machthaber Lukaschenko Flüchtlinge, lässt sie nach Minsk einfliegen, um sie dann nach Litauen zu schleusen, täglich kommen sie illegal über die Grenze. Bis Ende des Sommers könnten 18.000 Flüchtlinge im Land sein.

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