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Haiti nach Erdbeben: Hunderttausende bei Tropensturm Grace im Freien

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Von Euronews  mit AFP
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Mehr als eine halbe Million Kinder sind vom Erdbeben auf Haiti betroffen
Mehr als eine halbe Million Kinder sind vom Erdbeben auf Haiti betroffen   -   Copyright  Joseph Odelyn/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved

Im Krankenhaus der Hafenstadt Les Cayes auf Haiti müssen Patientinnen und Patienten, die durch das Erdbeben verletzt wurden, im Freien behandelt werden. Drinnen ist nicht genug Platz. Mehr als 1.300 Menschen sind ums Leben gekommen. Unicef Haiti geht davon aus, dass 1,2 Millionen Menschen von der Katastrophe betroffen sind - darunter mehr als eine halbe Million Kinder.

Viele Infrastrukturen wie Wasserleitungen wurden zerstört. Wegen krimineller Gangs, die die einzige Verbindungsstraße in die Hauptstadt kontrollieren, haben Behörden und Hilfsorganisationen Mühe, Rettungskräfte und medizinisches Material ins Erdbebengebiet zu transportieren.

Die Situation war schon vorher sehr prekär, und diese Krise kommt als eine weitere Krise hinzu, wir hatten bereits eine große politische Instabilität, wir hatten Gewalt, Unsicherheit und die Corona-Pandemie.

Florent del Printo, Katastrophenmanager vom Internationalen Roten Kreuz und Roten Halbmond erklärt im Gespräch mit Euronews: "Die Situation war schon vorher sehr prekär, und diese Krise kommt als eine weitere Krise hinzu, wir hatten bereits eine große politische Instabilität, wir hatten Gewalt, Unsicherheit und die Corona-Pandemie. Mehr als 40 % der Bevölkerung in Haiti haben nicht genug zu essen. Außerdem erwarten wir in den nächsten Stunden einen tropischen Sturm."

Bei Sturm und Regen im Freien

Hunderttausende Menschen, die durch das Erdbeben obdachlos geworden sind, müssen sich auch während Tropensturm Grace Tag und Nacht im Freien aufhalten - auch wenn es stürmt und regnet.

Die Hilfe der internationalen Staatengemeinschaft ist angelaufen - braucht aber einige Tage, um die Betroffenen zu erreichen. Auch Chile schickt Lebensmittel nach Haiti.