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Vivian Maier fotografierte das andere New York

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Vivian Maier fotografierte das andere New York
Copyright  RMN / Musée du Luxembourg
Von Euronews
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Vivian Maier ist eines der großen Mysterien 20 Jahrhunderts, eine begnadete Fotografin, doch zu Lebzeiten als solche völlig unbekannt.

Sie arbeitete als Kindermädchen in New York und fotografierte quasi nebenbei die Welt um sie herum.

Ihre unzähligen Bilder wurden erst nach ihrem Tod 2009 entdeckt. Die meisten waren nicht einmal entwickelt.

Geheimnisvoll, unsichtbar, anonym, im Schatten

Anne Morin, die Kuratorin der Ausstellung im Pariser Musée du Luxembourg bestätigt;"Es handelt sich in der Tat um ein sehr umfangreiches Archiv mit 120.000 Fotografien. Für eine Amateurfotografin, war das viel. Robert Doisneaus Archiv zum Vergleich umfasst 450.000 Bilder.

Sie ist eine außergewöhnliche Figur, geheimnisvoll, unsichtbar, anonym, im Schatten. Sie hatte ein unscheinbares Leben, das keine Spuren hinterließ, zumindest dem Anschein nach."

Die Fotografien von Vivian Maier sind heute eine wertvolle Informationsquelle über das Leben in New York über mehr als fünf Jahrzehnte hinweg. Es sind Menschen an Orten, die selten fotografiert wurden, weil sie weniger glamourös waren als die 5th Avenue oder der Central Park.

Sie suchte nach Gesichtern

Anne Morin: "Sie ging sehr oft in den Arbeitervierteln spazieren und suchte dort nach Motiven. Sie suchte nach Gesichtern, müden, erschöpften, abgenutzten Gesichtern.

Sie legte damit ein absolut einmaliges Zeugnis ab, es gab nur wenige Fotografen, sich mit dieser Thematik beschäftigthaben."

Vivian Maier starb einsam und verarmt. Dass sie eines Tages im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen würde, hätte sich wohl nie erträumt.

Das Pariser Musée du Luxembourg erweist ihr die Ehre - noch bis 16. Januar.