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"Unhappy Birthday, Herr Putin" - Gedenken an Anna Politkowskaja

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Von Galina Polonskaya  & Euronews
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In Moskau gibt es jetzt ein Museum zu Ehren der Getöteten
In Moskau gibt es jetzt ein Museum zu Ehren der Getöteten   -   Copyright  Natalia KOLESNIKOVA / AFP
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In Paris und Moskau haben Kundgebungen zum Gedenken an die vor 15 Jahren ermordeten Journalistin Anna Politkowskaja stattgefunden. Aktivistinnen und Aktivisten in schwarzen Gewändern hielten eine stille Mahnwache vor der russischen Botschaft in Paris ab.

Auf Luftballons wünschten die Teilnehmenden dem russischen Präsidenten einen "Unhappy Birthday". Auf Plakaten stand der Hinweis dass Wladimir Putins Geburtstag am 7. Oktober mit dem Tag der Ermordung von Anna Politkowskaja zusammenfällt.

Mit dabei war auch Christophe Deloire, Generalsekretär von "Reporter ohne Grenzen": "Seit Wladimir Putin die Macht übernommen hat, seit er zum Präsidenten gewählt wurde, wurden in Russland mindestens 40 Journalisten ermordet. Und das mit einem extrem hohen Maß an Straffreiheit. Wir hatten gehofft, dass diejenigen, die die Ermordung von Anna Politkowskaja angeordnet haben, und nicht nur die Täter, verurteilt werden - und das ist seit heute unmöglich. Wir fordern, dass es in Russland keine weiteren Morde mehr gibt."

Wer steckt hinter der Bluttat?

An Politkowskajas diesjährigem Todestag wurde in der Redaktion ihres früheren Arbeitgebers "Nowaja Gaseta" (Neue Zeitung) ein Museum zum Gedenken an die Journalistin eröffnet. Am Eingang ihres Hauses, in dem der Mord stattfand, legten Trauernde Blumen und Kerzen nieder.

Anna Politkowskaja wurde am 7. Oktober 2006 erschossen. Die russischen Behörden und Wladimir Putin persönlich versprachen, alles zu tun, um das Verbrechen aufzuklären. Zwei der wegen Mordes Beschuldigten wurden zu lebenslanger Haft verurteilt. Mehrere mutmaßliche Komplizen erhielten lange Gefängnisstrafen. Die Auftraggeber sind noch nicht gefunden worden.

Euronews-Korrespondentin Galina Polonskaya kommentierte in Moskau: "Nowaja Gaseta" schrieb, dass 15 Jahre nach dem Mord an Anna Politkowskaja, die Verjährungsfrist in diesem Fall abläuft. Die Redaktion erklärte, dass sie versuchen werde, die Ermittlungen wieder aufzunehmen und den Namen des Auftraggebers bekannt zu geben."