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Wohin mit den schlachtreifen Schweinen? Britische Fleischproduzenten vor dem Ruin

Britischer Schlachtbetrieb
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Von LUKE HANRAHAN
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Die britische Landwirtin Sophie Hope hat Tausende von schlachtreifen Schweinen und weiß nicht, wohin mit ihnen. Die britische Fleischindustrie leidet unter Fachkräftemangel in den Schlachtbetrieben.

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"Es ist ein harter Kampf mit schlaflosen Nächten und angsterfüllten Tage. Auf dem Hof stauen sich die Schweine, und wir können sie nirgendwo anders unterbringen."

Die britische Landwirtin Sophie Hope hat Tausende von schlachtreifen Schweinen und weiß nicht, wohin mit ihnen. Die britische Fleischindustrie leidet unter Fachkräftemangel in den Schlachtbetrieben.

Gleichzeitig drohen Engpässe in den Supermarktregalen. Das Schweinefleisch kommt nur auf den Teller, wenn dringend etwas unternommen wird, meint Sophie Hope.

"Das Problem ist jetzt akut, es hat sich seit einigen Monaten aufgebaut und jetzt befinden wir uns in der kritischen Phase. Wir brauchen jetzt dringend Schlachter in den Verarbeitungsbetrieben, um den Schweinestau abzubauen."

Ausnahmevisa für Schlachter aus der EU

Sophie Hope meint, dass Ausnahmevisa für Europäer mit den nötigen Fähigkeiten das Problem lösen könnten. Die aktuelle Krise betrifft auch den anderen Teil ihrer landwirtschaftlichen Aktivität: die Geflügelzucht.

Am Ende zu sehen, wie die Eier im Müll landen, ist total demoralisierend für uns alle.
Sophie Hope
Landwirtin

Sie liefert befruchtete Eier für andere Betriebe in der Fleischproduktion. Aber die Lieferkette ist zusammengebrochen. Was bedeutet, dass sie bereits Hunderttausende von Eiern wegwerfen musste

"Ich beschäftige hier 20 Leute, die tagein, tagaus hart arbeiten. Frühmorgens aufstehen, um für die Hennen zu sorgen, damit sie viele Eier legen und diese dann einzusammeln. Am Ende zu sehen, wie diese Eier im Müll landen, ist total demoralisierend für uns alle."

Demnächst auch Rinder- und Lammzüchter betroffen

Schweine- und Geflügelzucht sind die Bereiche, die am stärksten vom EU-Fachkräftemangel betroffen sind, weil diese Tiere schneller wachsen. Es steht zu befürchten, dass auch die Rinder- und Lammzüchter aufgrund des Mangels an EU-Schlachtern zu kämpfen haben werden.

Die britische Regierung sagt, dass sie sich des Problems bewusst ist - und dass sie eng mit allen Sektoren zusammenarbeitet, um eine Lösung zu finden. Derweil stauen sich auf den Höfen weiter die Schweine.

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