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Auf dem roten Teppich in Ouagadougou

Die 27. Ausgabe des Panafrikanischen Film- und Fernsehfestivals von Ouagadougou, kurz: "FESPACO" hat begonnen mit einer feierlichen Veranstaltung in der Hauptstadt von Burkina Faso.

In 17 Beiträge kämpfen im offiziellen Wettbewerb um den Hauptpreis des Festivals, den Goldenen Hengst von Yennenga.

Der Film "Atlantique" der französisch-senegalesischen Regisseurin Mati Diop lief als Eröffnungsfilm am Samstagabend außer Konkurrenz.

"Das ist der Ort, an dem wir alle sein wollen. Wir wollen nicht nach Cannes oder nach Locarno, wir wollen zum FESPACO", sagt senegalesische Regisseurin Fatou Kande, die ihren neuen Film über die Hip-Hop-Bewegung im Senegal vorstellt. "Wenn man einen ganz besonderen Stoff gefunden hat, nicht den typischen klassischen Film, braucht man einen Ort, an dem man ihn in Ruhe zeigen kann, ohne beurteilt zu werden, bevor er einem größeren Publikum vorgestellt wird. Das hier ist der Ort für Avantgarde-Filme."

Der Senegal ist das Gastland dieser 27. Ausgabe des FESPACO. Den Vorsitz der Jury der 27. Ausgabe führt der mauretanische Regisseur und Produzent Abderrahmane Sissako ("Timbuktu").

Das ursprünglich für den 27. Februar bis 6. März geplante Festival wurde aufgrund der COVID-19-Pandemie verschoben. Das Land ist gezeichnet von Kämpfen mit bewaffneten Gruppen, die mit der Terrorgruppe Islamischer Staat und al-Qaida in Verbindung stehen, sowie Konflikten lokaler Gruppen.

Das alle zwei Jahre stattfindende Festival wurde 1969 ins Leben gerufen und stellt bis heute eine einmalige Gelegenheit für afrikanische Filmemacher dar, ihre Werke auf einer internationalen Bühne zu präsentieren.