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Dschihad gepredigt? - Moschee in Frankreich soll schließen

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Von su  mit AFP
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Wegen der Rechtfertigung des Dschihad und verbaler Angriffe gegen Minderheiten und Andersgläubige will **Frankreichs ** Innenminister  Gérald  Darmanin eine Moschee in Beauvais im Norden des Landes (Oise) zeitweise schließen. Dabei geht es um 10 Tage bis 6 Monate.

«Wir haben heute das Verfahren der Schließung der Moschee eingeleitet, weil sie Christen, Homosexuelle und Juden angreift», sagte Darmanin Medien („CNews“).

Nach Informationen aus dem Ministerium hatte ein Imam in seinen Predigten dazu aufgerufen, mit der Republik zu brechen. Islamistische Kämpfer habe er als Helden dargestellt. Ausserdem habe er zum Hass auf Andersgläubige und Minderheiten aufgerufen.

«Die meisten Äusserungen sind aus dem Zusammenhang gerissen», sagte der Anwalt des Moschee-Vereins, Samim Bolaky („AFP“). Es handle sich um Predigten eines Aushilfs-Imams, der inzwischen vom Dienst suspendiert sei.

Die Moschee und der Verein befinden sich in alten Büroräumen in der Nähe des Stadtzentrums, bis der Bau der neuen großen Moschee wenige Meter weiter abgeschlossen ist.

2.600 MOSCHEEN

Laut Innenministerium gibt es derzeit etwa 2.600 Moscheen und Gebetsräume in Frankreich. Knapp 100 seien im vergangenen Jahr kontrolliert worden. 21 Moscheen seien geschlossen, teils aus administrativen Gründen, auf Gerichtsbeschluss oder auch wegen Bauarbeiten. 

Ende Oktober war die Moschee von Allonnes bei Le Mans in der Region Sarthe (im Nordwesten) wegen Rechtfertigung von Terrorismus für sechs Monate geschlossen worden.

In Frankreich (67 Millionen Einwohner) leben geschätzt 4 bis 9 Millionen Muslime.

su mit AFP